Miroslav Klose war für Meister Werder Bremen beim 4:1 (0:0)-Auswärtssieg beim VfL Bochum der Matchwinner. Der eingewechselte Nationalstürmer bereitete das 1:0 vor und erzielte dann selbst einen lupenreinen Hattrick.

Klose schießt Bremen mit Hattrick zum Auswärtssieg

25. September 2004, 17:31 Uhr

Miroslav Klose war für Meister Werder Bremen beim 4:1 (0:0)-Auswärtssieg beim VfL Bochum der Matchwinner. Der eingewechselte Nationalstürmer bereitete das 1:0 vor und erzielte dann selbst einen lupenreinen Hattrick.

Dank Miroslav Klose bleibt Double-Gewinner Werder Bremen in der Spitzengruppe der Bundesliga. Der erst zur Pause eingewechselte Nationalspieler sorgte beim 4:1 (0:0)-Sieg beim heimstarken VfL Bochum mit einem Hattrick innerhalb von 20 Minuten für die Entscheidung und bescherte seinem Team den zweiten Auswärtssieg der Saison. Die Bochumer, die weiter auf den ersten Dreier im Ruhrstadion warten, müssen sich nach der ersten Saisonniederlage nach unten orientieren. Zudem misslang die Generalprobe für das Uefa-Cup-Rückspiel am Donnerstag gegen Standard Lüttich.

Kloses Nationalmannschafts-Kollege Tim Borowski, der auch das 2:1 vorbereitet hatte, brachte die Gäste in der 54. Minute mit 1:0 in Front. Abwehrspieler Alexander Knavs (68.) markierte mit seinem ersten Tor im Dress des VfL das zwischenzeitliche 1:1. Dann kam der große Auftritt von Klose: Der Ex-Lauterer traf in der 70., 87. und 89. Minute.

25.110 Zuschauer im Ruhrstadion sahen eine äußerst schwache erste Halbzeit ohne echte Höhepunkte. Beiden Teams war der gegenseitige Respekt anzumerken, besonders die Bremer hatten von Beginn an große Probleme mit einem geordneten Spielaufbau. Der einzige, der beim amtierenden Champion zunächst für Aufregung sorgte, war Nelson Valdez.

Der Stürmer aus Paraguay, der am Mittwoch beim 3:2-Sieg im Pokal gegen Bayer Leverkusen mit zwei Treffern noch gefeierter Held war, sah zunächst in der 19. Minute nach einem Rempler gegen VfL-Torwart Rein van Duijnhoven die Gelbe Karte und stand nach einem Foul gegen Sören Colding vier Minuten später am Rande eines Platzverweises. Trainer Thomas Schaaf ließ schon mal Klose warm laufen, wartete aber mit der Auswechslung bis zur Pause.

Auch die Bochumer, die nach der unglücklichen 2:3-Niederlage nach Verlängerung im Pokal beim SC Freiburg nur eine starke Anfangsviertelstunde zu bieten hatten, konnten kaum noch Akzente setzen. Für die erste gefährliche Situation vor dem Werder-Tor sorgte Christoph Preuß, dessen Schlenzer vom Strafraumeck in der 40. Minute nur knapp den Winkel verfehlte. Noch drei Minuten länger brauchte der Meister, bis er zu seiner ersten Chance kam. Borowskis Schuss aus 20 Metern ging aber knapp am Tor vorbei.

Nach der Pause wurden die Bochumer durch das 0:1, das Tomasz Zdebel mit einem unnötigen Ballverlust im Mittelfeld einleitete, kalt erwischt. Als dann auch noch der starke Kapitän Dariusz Wosz nach einem Zusammenprall mit Petri Pasanen ebenso wie der Bremer vom Feld musste (60.), ging die Ordnung im VfL-Spiel noch mehr verloren. Um so überraschender fiel das 1:1 durch Knavs, der nach einem Freistoß des eingewechselten Filip Trojan per Kopf vollstreckte. Doch im Gegenzug begann Klose mit seiner Solo-Show.

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