Durch einen Treffer in der Nachspielzeit hat Roy Makaay dem FC Bayern München noch ein 2:2-Unentschieden bei Borussia Dortmund gesichert. Der BVB hatte durch zwei Tore von Ewerthon bereits mit 2:0 geführt.

BVB vespielt 2:0-Führung

18. September 2004, 17:34 Uhr

Durch einen Treffer in der Nachspielzeit hat Roy Makaay dem FC Bayern München noch ein 2:2-Unentschieden bei Borussia Dortmund gesichert. Der BVB hatte durch zwei Tore von Ewerthon bereits mit 2:0 geführt.

Der Niederländer Roy Makaay sicherte Rekordmeister Bayern München ein 2:2 (0:1) im Bundesliga-Klassiker bei Borussia Dortmund. In der ersten Minute der Nachspielzeit war der Nationalstürmer für die Gäste erfolgreich, die erst in der 88. Minute zum 1:2-Anschlusstor durch Weltmeister Lucio gekommen waren. Zuvor hatte der Brasilianer Ewerthon mit seinen Saisontoren vier und fünf in der 44. und der 69. Minute per Foulelfmeter für das 2:0 der Schwarz-Gelben gesorgt.

83.000 Zuschauer in der ausverkauften Dortmunder Arena erlebten die erste Überraschung schon vor dem Anpfiff. Denn Bayern-Trainer Felix Magath ließ die Nationalspieler Michael Ballack und Andreas Görlitz wie auch Abwehrspieler Samuel Kuffour auf der Bank. Auf Dortmunder Seite fehlten verletzungsbedingt der Tscheche Tomas Rosicky sowie der Brasilianer Dede.

Dennoch übernahmen die Borussen von der ersten Minute an das Regiment und erspielten sich durch zahlreiche gewonnene Zweikämpfe eine optische und spielerische Dominanz. Die Bayern versuchten, aus einer stabilen Abwehr mit Kontern zum Erfolg zu kommen. Doch die turbulenten Szenen spielten sich in der ersten Halbzeit vorwiegend im Bayern-Strafraum ab, als Nationaltorhüter Oliver Kahn einen Kopfball von Jan Koller glanzvoll parieren musste und Ewerthon mit einem Volleyschuss von der Strafraumgrenze das Gehäuse verfehlte.

Die Dortmunder mussten sich den Vorwurf machen, in den ersten 45 Minuten nicht energisch genug den Weg in den Strafraum zu suchen. Folglich bedurfte es eines sehenswerten Sololaufs von Ewerthon zum 1:0 und der verdienten Führung. Wie schon beim 1:0-Sieg in der Champions League bei Maccabi Tel Aviv agierten die Bayern im ersten Durchgang ohne Leidenschaft und ohne Druck in der Offensive.

Erst nach dem Wechsel suchte auch das Starensemble von der Isar verstärkt den Weg in die Dortmunder Hälfte, blieb jedoch im Strafraum allzu harmlos, um die BVB-Abwehr zu überraschen. Den Dortmundern boten sich fast zwangsläufig Räume zum Kontern. Aus einer solchen Situation ergab sich die große Chance für Jan Koller, die jedoch Ex-Nationalspieler Thomas Linke mit einem Foulspiel im Strafraum vereitelte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Ewerthon sicher zum 2:0. In der spannungsgeladenen Schlussphase schafften die Münchner durch Lucio und Makaay noch einen Punktgewinn beim BVB.

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