Bei der Suche nach einem neuen Trainer will sich Schalke-Manager Rudi Assauer offenbar Zeit lassen.

Assauer will sich bei Trainersuche Zeit lassen

16. September 2004, 21:00 Uhr

Bei der Suche nach einem neuen Trainer will sich Schalke-Manager Rudi Assauer offenbar Zeit lassen. "Über die Nachfolge mache ich mir überhaupt noch keinen Kopf." Ins Gespräch gebracht hat sich unterdessen Olaf Thon.

Schalke-Manager Rudi Assauer fischt bei der Suche nach einem neuen Trainer als Nachfolger von Jupp Heynckes förmlich im Trüben. Nachdem der Manager in "Greenhorn" Frank Neubarth, "Kampfschwein" Marc Wilmots und dem offenbar nicht mehr zeitgemäßen Heynckes binnen 26 Monaten drei Trainer verschlissen hat, will er sich jetzt nicht unter Zeitdruck setzen und keinen Schnellschuss produzieren. "Über die Nachfolge mache ich mir überhaupt noch keinen Kopf. Innerhalb der nächsten anderthalb Wochen wird es noch keine Entscheidung gegen", erklärte Assauer.

Olaf Thon will Trainer oder Manager werden

Ex-Nationalspieler Olaf Thon brachte sich höchstpersönlich am Donnerstag ins Gespräch. "Ich will Schalke auf jeden Fall helfen und möchte eine verantwortliche Position", sagte der 38-Jährige, der vor zwei Jahren nach 295 Bundesliga-Spielen für Schalke und 52 Länderspielen seine Karriere beendet hatte und seitdem als Repräsentant des Klubs tätig ist. Assauer reagierte überaus ungehalten: "So etwas macht man nicht ohne Absprache. Damit hat er sich keinen Gefallen getan, das war der falsche Schritt."

Auch Huub Stevens im Gespräch

Neben der "Bewerbung" von Thon schießen nach der Beurlaubung von "Don Jupp" aber weiter Spekulationen ins Kraut. Namen über Namen werden ins Gespräch gebracht, auch Huub Stevens. Der Niederländer führte die Königsblauen 1997 aus dem Nichts zum UEFA-Cup-Triumph, 2001 und 2002 zum DFB-Pokalsieg und 2001 zur deutschen Vize-Meisterschaft. Rekordmann Stevens hatte auf Schalke sechs tolle Jahre und die Zusammenarbeit mit Assauer war optimal. Der Niederländer steht beim Zweitligisten 1. FC Köln unter Vertrag. FC-Präsident Wolfgang Overath dementierte am Donnerstag energisch eine Ausstiegsklausel - für Schalke.

In der Gerüchteküche werden auch DFB-Trainer Michael Skibbe, verantwortlich für die U20-Nationalmannschaft, der Schweizer Christian Gross und der zurzeit arbeitlose Ralf Rangnick gehandelt. Skibbe, der ehemalige Assistent von Rudi Völler, der auf Schalke einst als großes Talent galt und mit 19 Jahren seine Spielerkarriere wegen einer schweren Knieverletzung beenden musste, scheiterte 2001 als Bundesliga-Coach beim Erzrivalen Borussia Dortmund. Skibbe steht beim DFB noch bis zum 30. Juni 2006 unter Vertrag.

Autor:

Kommentieren