Wenn sich Nachwuchs im eigenen Haus durchsetzt, hat man als Klub wenig falsch gemacht. Das gilt für den ETB und Thimo Sous, der sich in seinem ersten Jahr als fester Bestandteil des Teams etabliert hat.

SW Essen: Thimo Sous wartet noch auf Vertragsgespräch

Wie der Vater so der Sohn

Oliver Gerulat
17. April 2009, 14:06 Uhr

Wenn sich Nachwuchs im eigenen Haus durchsetzt, hat man als Klub wenig falsch gemacht. Das gilt für den ETB und Thimo Sous, der sich in seinem ersten Jahr als fester Bestandteil des Teams etabliert hat.

Gegen Velbert musste er zwar mit einer Rippenprellung ausgewechselt werden, aber „nächste Woche steige ich wieder voll ein, denn im Krankenhaus ist Entwarnung gegeben worden“, erklärt der 20-Jährige, dessen Vater Frank auch für den ETB auflief. „Ich habe ihn leider nie spielen sehen, weil er sich mit 25 schwer verletzt hat“, erklärt der Filius. „Er war aber richtig gut. Ich muss nun große Fußstapfen ausfüllen.“

Der Sohnemann fühlt sich in der rechten Rolle der Viererkette „am wohlsten“. Sein großer Vorteil: er ist beidfüßig. „Ich kann mit der aktuellen Entwicklung sehr zufrieden sein, für einen jungen Akteur ist die NRW-Liga ein super Einstand“, sprudelt es aus Sous heraus.
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/000/083-85_preview.jpeg Klaus Berge hat Youngster Thimo Sous das Vertrauen geschenkt.[/imgbox]
Doch die Vereins-Verantwortlichen haben noch kein Gespräch über die Verlängerung des auslaufenden Vertrags mit dem Youngster geführt. „Ich würde mich freuen, wenn man weiter mit mir planen will“, fühlt sich Sous am „Uhlenkrug“ pudelwohl. „Die Truppe hat mich prima unterstützt, sodass ich mir über die Trainingsleistungen eine Chance innerhalb der Truppe erarbeitet habe.“ Sein selbstbewusstes Fazit: „Ich denke, die Darbietungen in der Liga waren dann auch nicht schlecht.“ Sonst hätte ihn Coach Klaus Berge nicht wieder gebracht.

Seit Oktober 2008 absolviert Sous seinen Zivildienst im Papst Leo Haus in Essen Frintrop. „Ich bin Hausmeister in einem Altenheim“, schmunzelt der Ex-Wattenscheider. „Ich habe nicht gedacht, dass ich aus diesem Job so viel mitnehmen könnte.“
Sous, der seit dem gestrigen Mittwoch neun Monate fest mit Freundin Sarah leiert ist, entdeckte sogar sein handwerkliches Talent. „Wenn mich mein Vater lässt, könnte ich das auch Zuhause zeigen“, sieht man ein breites Grinsen in seinem Gesicht.

Der Zivi-Status dauert insgesamt neun Monate, danach visiert Sous ein Lehramtsstudium an der Uni Bochum an. Sport und Englisch sind seine Stärken. „Und meine Leistungskurse im Abitur.“

Also Logik - genau wie auch eine baldige Verlängerung des Kontraktes.

Autor: Oliver Gerulat

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