Pfiffe in Dortmund! Per Mertesacker rettete Hannover 96 mit seinem Treffer in der Nachspielzeit einen Punkt bei Borussia. Der BVB hatte durch ein Tor von Rosicky lange geführt und bleibt durch das 1:1 weiter ohne Heimsieg.

BVB-Drama: Ausgleich mit Schlusspfiff

ds
29. August 2004, 19:34 Uhr

Pfiffe in Dortmund! Per Mertesacker rettete Hannover 96 mit seinem Treffer in der Nachspielzeit einen Punkt bei Borussia. Der BVB hatte durch ein Tor von Rosicky lange geführt und bleibt durch das 1:1 weiter ohne Heimsieg.

Nach einer Ecke köpfte der 19 Jahre alte Abwehrspieler zum verdienten 1:1 (0:1) der Niedersachsen bei Borussia Dortmund ein. Tomas Rosicky hatte den BVB, der auf seinen zweiten Dreier in dieser Spielzeit warten muss, in der 29. Minute mit seinem ersten Bundesligatreffer seit einem Jahr in Führung geschossen.

"Das Unentschieden ist verdient. Wir haben uns heute das Glück erarbeitet", kommentierte Hannovers Trainer Ewald Lienen das Ergebnis seiner Mannschaft, die erst zwei Saisonspiele bestritten hat.

Den 74.000 Zuschauern im Westfalenstadion wurde schnell klar, mit welcher Taktik die Gäste zum Erfolg kommen wollten. Von der ersten Minute an baute Hannover ein massives Abwehrbollwerk auf und setzte in der Offensive auf gelegentliche Konter. Bereits in der Anfangsphase schien das Konzept von Trainer Ewald Lienen aufzugehen, als Clint Mathis und Ricardo Souso jeweils völlig frei zum Schuss kamen, jedoch beide an BVB-Keeper Guillaume Warmuz scheiterten.

Dortmund hatte die weitaus größere Anzahl von Ballkontakten, fand jedoch zunächst kaum Lücken in Hannovers Defensive. Bis zur 23. Minute mussten die BVB-Fans warten, ehe der Brasilianer Ewerthon freistehend acht Meter vor dem Tor über den Ball drosch. Wenig später verfehlte ein Kopfball des fleißigen Rosicky das Gästegehäuse nur knapp, bevor der Mittelfeldakteur mit einem Flachschuss aus 20 Metern erfolgreich war.

Insgesamt tat sich Dortmund sehr schwer gegen die defensiv sehr diszipliniert agierenden Niedersachsen, die im Vorjahr an gleicher Stelle 0:2 verloren hatten. Allerdings ließ Hannover mit seinen Störversuchen bereits im Mittelfeld auch kein attraktives Spiel zu. Erst nach einer Stunde gaben die Gäste ihre Zurückhaltung auf und suchten verstärkt den Weg in die Dortmunder Hälfte. Als logische Konsequenz ergaben sich für die Borussen gute Konterchancen, mit denen sie jedoch allzu fahrlässig umgingen, um eine vorzeitige Entscheidung zu erzwingen. Derweil nutzte Hannover seine letzte Chance.

Autor: ds

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