Rudi Assauer, Manager von Schalke 04, kann die Niederlage gegen Rostock in der heimischen Arena kaum fassen.

Niederlage gegen Rostock für Assauer "unfassbar"

29. August 2004, 12:35 Uhr

Rudi Assauer, Manager von Schalke 04, kann die Niederlage gegen Rostock in der heimischen Arena kaum fassen. "Das war ernüchternd. Der Schwächere schlägt Schalke zu Hause. Das darf nicht passieren", so Assauer.

Nach dem Einzug in den UEFA-Pokal wurde der FC Schalke 04 bei der 0:2-Heimniederlage gegen Hansa Rostock auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Schalkes Manager Rudi Assauer lässt seinem Frust in einem aktuellen Interview freien Lauf.

Frage: "Schalke 04 zog vor vier Tagen mit dem 1:0 bei Slovan Liberec zum zweiten Mal hintereinander über den Umweg UI-Cup in den UEFA-Pokal ein. Jetzt folgte eine 0:2-Heimpleite gegen Hansa Rostock. Wie groß ist der Frust?"

Rudi Assauer: "Das war ernüchternd. Der wesentliche Schwächere schlägt Schalke 04 zu Hause. Das darf nicht passieren."

Frage: "Haben Sie eine Erklärung für die erste Heimniederlage für Schalke seit dem 2:3 am 17. April gegen Bayer Leverkusen?"

Assauer: "Wir haben druckvoll gespielt, aber zu wenig Risiko, es fehlte der Mut zum entscheidenden Ball in die Spitze. Wir hatten unheimlich viele Ballkontakte, waren hoch überlegen, gewinnen viele Zweikämpfe, schießen zigmal auf das Tor und verlieren - das ist nicht zu fassen. Alles fing mit dem 0:1 an, dem zwei Fehler von Hamit Altintop und Tomasz Waldoch vorausgegangen waren."

Frage: "Und dann flog Ailton kurz vor der Halbzeit wegen einer Disziplinlosigkeit vom Platz. Haben Sie Verständnis für sein Verhalten?"

Assauer: "Toni ist ungeduldig und total frustriert, weil er schlecht gespielt und nicht getroffen hat. Wenn es 1:0 für uns gestanden hätte, hätte er das nicht gemacht. Natürlich muss er sich bei allem Frust unter Kontrolle haben. Er hat ja nicht geschlagen, es waren nur kleine Wischer."

Frage: "Ailton hat im UI-Cup vier Tore geschossen, in der Bundesliga hat er Ladehemmung, warum?"

Assauer: "Die Bundesliga ist ein härteres Kaliber als der UI-Cup, da trifft er auf andere Spieler und bessere Torhüter."

Frage: "Das Publikum forderte lautstark die Einwechslung von Jörg Böhme. Cheftrainer Jupp Heynckes ließ ihn aber auf der Ersatzbank schmoren. Warum?"

Assauer: "Für die Böhme-Rufe der Zuschauer habe ich absolut kein Verständnis. Er ist ein Ausnahmefußballer, muss sich aber trotzdem im Training anbieten. Das hat er nicht getan, deswegen habe ich Respekt vor Jupp Heynckes, Böhme nicht zu bringen. Andere Trainer hätten da nachgegeben."

Frage: "Sie haben nicht ausgeschlossen, bis zum Ende der Transferperiode am 31. August noch den einen oder anderen Spieler abzugeben. Handelt es sich unter anderem um Böhme, der in der Vergangenheit schon mehrmals durch Eskapaden aufgefallen war, zuletzt bei einer Nachtschwärmerei in einer Bielefelder Disco?"

Assauer: "Fragen Sie mich, wenn die Frist am 31. August abgelaufen ist."

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