Leverkusen deklassiert Bayern München mit 4:1

28. August 2004, 17:26 Uhr

Ein wahres Debakel erlebte Bundesliga-Rekordmeister Bayern München am dritten Spieltag bei Bayer Leverkusen. Die Werks-Elf erteilte dem Meisterschafts-Favoriten beim 4:1-Erfolg eine Lehrstunde.

Der deutsche Rekordmeister Bayern München hat die erste Saisonniederlage einstecken müssen und ging dabei im Torwirbel von Bayer Leverkusen förmlich unter. Mit 1:4 (0:1) musste die Elf von Trainer Felix Magath eine empfindliche Schlappe hinnehmen und präsentierte sich vor 22.500 Zuschauern in desolater Verfassung.

Der Bulgare Dimitar Berbatow (20.) auf Pass von Franca markierte das Führungstor für die Werksmannschaft. Mit einem "Dreierpack" zu Beginn der zweiten Halbzeit innerhalb von acht Minuten sorgten zweimal der Brasilianer Franca (52./57.) und nochmals Berbatow (59.) für das 4:0 der Gastgeber, die sich im Verlaufe der Partie in einen Rausch spielten. Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack gelang in der 84. Minute lediglich der Ehrentreffer für die schwachen Gäste.

Die Rheinländer blieben damit im 14. Spiel in Folge ungeschlagen und schafften zudem erstmals seit dem 28. September 2002 (1:0) wieder einen Sieg gegen die Stars von der Isar. Damals hatte der brasilianische Weltmeister Lucio das Tor des Tages für die Rheinländer markiert. Diesmal stand der Abwehrspieler im Team der Gäste und musste eine tiefe Demütigung hinnehmen.

In der 60. Minute wurde der für 12,5 Millionen Euro Ablöse verpflichtete Weltmeister von Magath ausgewechselt. Nicht besser erging es Lucios Landsmann Ze Roberto, einem weiteren ehemaligen Leverkusener bei den Bayern, der in der 61. Minute ebenfalls ausgewechselt wurde.

Die Münchener spielten pomadig und einfallslos, schon zur Halbzeit hätte Leverkusen höher führen müssen. So bewahrte Kapitän Oliver Kahn in der 32. Minute die Gäste mit einer Fußabwehr nach einem Franca-Schuß vor dem 0:2. Bayer war gegenüber der dürftigen Leistung beim 1:2 in der Champions-League-Qualifikation in Ostrau am vergangenen Mittwoch nicht wiederzuerkennen, vor allem im Zweikampfverhalten war Leverkusen eine Klasse für sich. Für Bayer-Trainer Klaus Augenthaler war der Erfolg etwas ganz Besonderes. Denn erstmals als Trainer konnte er gegen seinen ehemaligen Klub, mit dem er als Spieler sieben deutsche Meisterschaften geholt hatte, gewinnen.

Autor:

Kommentieren