Kurz vor Spielende bescherte der eingewechselte Andrej Woronin Bayer Leverkusen einen Punktgewinn beim VfL Bochum. Beim 2:2-Unentschieden im Ruhrstadion trafen für den VfL Lokvenc und Preuß. Berbatow schoss das 1:1.

Eingewechselter Woronin rettet Bayer einen Punkt

er
15. August 2004, 19:48 Uhr

Kurz vor Spielende bescherte der eingewechselte Andrej Woronin Bayer Leverkusen einen Punktgewinn beim VfL Bochum. Beim 2:2-Unentschieden im Ruhrstadion trafen für den VfL Lokvenc und Preuß. Berbatow schoss das 1:1.

Bayer Leverkusen hat die "schwarze Serie" beim VfL Bochum gestoppt: Nach vier Niederlagen in Folge seit dem Wiederaufstieg der Westfalen 2002 erkämpfte sich der Werksklub ein 2:2 (0:1) beim UEFA-Cup-Teilnehmer und ist seit 13 Spielen in Folge ungeschlagen. Der vom 1. FC Köln geholte Ukrainer Andrej Woronin (87.) traf zum 2:2 (0:1)-Endstand.

Vor 26.289 Zuschauern erzielte der tschechische Nationalstürmer Vratislav Lokvenc (29.) auf Vorarbeit des Ex-Leverkuseners Christoph Preuß das Führungstor für die Gäste, die noch am vergangenen Mittwoch in der Champions-League-Qualifikation den tschechischen Meister Banik Ostrau 5:0 deklassiert hatten.

Berbatow trifft und verletzt sich

Dimitar Berbatow (66.) glich per Kopfball aus, verletzte sich dabei aber am Auge und musste zwei Minuten später ausgewechselt werden. Ausgerechnet Preuß (70.) brachte Bochum erneut in Führung. Eine Resultatserhöhung verpasste der Bochumer Zvjezdan Misimovic (80.) mit einem Freistoß an die Latte. Dann sorgte Woronin für den vierten Saisonzähler von Bayer, während der VfL zum zweiten Mal 2:2 in dieser Saison spielte.

"Wir waren 35 Minuten überhaupt auf dem Platz. So kann man nicht Fußball spielen. Wir spielen hier im Ruhrpott, da wird gefightet, marschiert und gekämpft, das habe ich von meiner Mannschaft nicht gesehen", bilanzierte Bayer-Coach Klaus Augenthaler. Sein Bochumer Kollege Peter Neururer meinte: "Wir haben am Ende Leverkusen zu viel Platz gelassen, waren zu weit weg haben unsere Effektivität nicht einbringen können. Aber das Ergebnis geht von den Spielanteilen her in Ordnung."

Beide Mannschaften lieferten sich eine kampfbetonte Partie, in der die Spieler von VfL-Trainer Peter Neururer den besseren Start erwischten. Vor allem bei Standardsituationen, meist ausgeführt von Dariusz Wosz, setzten die Bochumer den Werksklub unter Druck. Allerdings hatten die Hausherren Glück, dass es in der siebten Minute nach einer Attacke von Torwart Rein van Duijnhoven zusammen mit Abwehrchef Raymond Kalla gegen Dimitar Berbatow keinen Foulelfmeter für Leverkusen gab.

Preuß nicht zu stoppen

Die erste gute Chance für Bochum besaß Preuß (12.), der jedoch an Bayer-Schlussmann Jörg Butt scheiterte. Auch Marcel Maltritz (27.) scheiterte an Nationaltorhüter der Leverkusener, der allerdings beim 0:1 keinen guten Eindruck hinterließ. Preuß nutzte auf der rechten Seite einen Stellungsfehler von Marko Babic, flankte auf Lokvenc, der mit einer einfachen Drehung Kapitän Jens Nowotny ins Leere laufen ließ und Butt überwand, der sich in der "kurzen Eck" überraschen ließ.

Erst nach einer guten halben Stunde wachten die Schützlinge von Bayer-Coach Klaus Augenthaler auf. Berbatow (32.) prüfte aus 20 m van Duijnhoven. Die beste Gelegenheit der Gäste besaß jedoch der Brasilianer Franca, gegen Ostrau dreifacher Torschütze, in der 41. Minute. Auf Vorarbeit von Robson Ponte setzte er den Ball aber freistehend über das Tor. Ebenfalls über das gegnerische Gehäuse schoss Berbatow (44.) nach einem Solo aus 14 Metern.

Augenthaler verzichtete im Ruhrstadion in der Anfangsformation auf den Ex-Bochumer Paul Freier. Der Nationalspieler konnte nach seinem Wechsel zu Bayer die Erwartungen noch nicht erfüllen. In der 56. Minute wurde Freier für den wiederum enttäuschenden Babic an seiner ehemaligen Wirkungsstätte eingewechselt. In der 62. Minute wurde einem weiteren Treffer von Lokvenc zu Unrecht die Anerkennung verweigert. Lutz Michael Fröhlich (Berlin) hatte auf Abseits erkannt.

Autor: er

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