Die Uhr tickt, die zweite Herausforderung von RW Essen und seinem neuen Coach Ernst Middendorp steht am Samstag mit den 90 Minuten gegen Wormatia Worms an.

RWE: Coach Middendorp vor dem Auswärtsspiel in Worms

Gelassenheit und klare Ansage

Oliver Gerulat
10. April 2009, 15:12 Uhr

Die Uhr tickt, die zweite Herausforderung von RW Essen und seinem neuen Coach Ernst Middendorp steht am Samstag mit den 90 Minuten gegen Wormatia Worms an.

Alles ab 14 Uhr im Wormatia-Stadion. Die schlechteste Heimmannschaft wird das zweitschlechteste Auswärtsteam empfangen, das Hinspiel gewann RWE mit 5:0. Damals saß noch Michael Kulm auf der Bank. Middendorp feierte bei seinem Debüt als Verantwortlicher unter der Woche einen 5:3-Erfolg gegen Cloppenburg. "Tja, mein erster Tag", musste der 50-Jährige bei der Analyse seines Auftakts schmunzeln, "es war ein unruhiger Abend."

Middendorp: "Die Zuschauer haben Leidensfähigkeit an den Tag gelegt. Dass die Fans murren, dafür hat man Verständnis, genau daran werden wir arbeiten. Das wird auch schnell möglich sein." Am besten durch den nächsten Erfolg am Samstag bei den Domstädtern. "Ich werde der Mannschaft das Gefühl vermitteln, dass wir auf Punkte aus sein müssen. Die Angst muss genommen werden. Ein Rückstand kann passieren, uns bleiben aber immer noch ausreichend Zeiträume."
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Genau wie gegen Cloppenburg, ein Spielfilm, der aber nicht nach Wiederholung schreit. Middendorp: "Wir werden klar ambitioniert sein, das Duell in die Hand zu nehmen." Dass die Begegnung gegen Cloppenburg letztendlich doch eingefahren wurde, macht für Middendorp deutlich, dass man auf dem richtigen Weg ist. "Die Truppe erklärte sich klar. Der Sieg geht in Ordnung."

Was nicht heißt, dass der Ex-Augsburger seine "Kombo" nicht durchaus in seine Notizen blicken lassen wird. "Ich weiß, was ich gesehen habe. Die Fehler muss man hinterfragen, weil nicht Optimales geleistet wurde." Stefan und Michael Lorenz fallen in Worms aus, es war auffällig, dass Middendorp die Youngster beim Anpfiff gegen Cloppenburg draußen ließ. "Wir haben auf die sichere Schiene gesetzt und gaben zum Beispiel Jozef Kotula den Vorzug vor Akteuren jüngeren Datums wie Kai von der Gathen. Ich brachte die Erfahrenen und jetzt schauen wir einmal."
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Dass es nicht an der Einstellung lag, dass sich RWE selbst beim Kampf um die Spitzenplätze kräftig ins Abseits schob, dürfte jedem einsichtig sein. Middendorp: "Ich habe schon vor dem Spiel gegen Cloppenburg viel Spannung gesehen. Jeder wollte Großes anbieten, jeder wollte seinen Beitrag leisten, dem Publikum etwas zeigen." Was nicht durchgehend gelang, das von Middendorp definierte "Optimale" blieb aus, auch wenn fünfmal "Effektives" nachgewiesen wurde.

Middendorp: "Wenn man überzieht, verkrampft man, dann kann man nichts abrufen." Wie insbesondere vor der Pause gegen Cloppenburg. Middendorp: "In der Halbzeit haben wir uns gemäßigt verständigt und auf einige Sachen hingewiesen. Wir wollten kein Gekloppe, sondern die spielerischen Abläufe in den Vordergrund stellen." Was noch viermal erfolgreich gelang.

Middendorp: "Von mir aus geht es mit Gelassenheit und klaren Ansagen weiter, diskutiert wird aber nicht, ich fordere ein. Das passt im Moment."

Autor: Oliver Gerulat

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