Sascha Mölders traf gegen Cloppenburg erneut, zum 22. Mal in dieser Spielzeit, dazu bereitete er den Treffer von Robert Mainka exzellent vor.

RWE: Auch in Worms geht es wiederum um Psychologie

Mölders hörte Ansprache sitzen

Oliver Gerulat
10. April 2009, 14:20 Uhr

Sascha Mölders traf gegen Cloppenburg erneut, zum 22. Mal in dieser Spielzeit, dazu bereitete er den Treffer von Robert Mainka exzellent vor.

Schon beim 1:2 in Bochum verzeichnete er nach langer Durststrecke ein Erfolgserlebnis. "Ach hört bloß auch mit dem geplatzten Knoten, wir haben Cloppenburg 5:3 geschlagen, nur das zählt", legte sich der gebürtige Essener fest.

Auch bei Mike Wunderlich platzte irgendwas, was man auch Knoten nennen könnte: "Das war auf jeden Fall eine Erlösung", gibt der gebürtige Kölner zu, "es werden schließlich hohe Erwartungen an den Tag gelegt. Wir haben noch zehn schwere Spiele vor uns, die gilt es zu bestreiten." Dafür wird der neue Coach Ernst Middendorp sorgen, der sich die Truppe in der Halbzeit gegen Cloppenburg beim Stand von 1:2 nicht hektisch vorknöpfte.
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Wunderlich: "Der Trainer blieb ruhig, sagte uns, wir sollen einfach unser Ding weiter durchziehen. Wir würden unsere Möglichkeiten bekommen." So wie er selbst, sein Volleyschuss hätte auch zum Einsturz des ViP-Zeltes führen können, er ging aber rein.

Wunderlich: "Es war absolute Ruhe in der Kabine, alles wurde sachlich angesprochen." Mölders ergänzt: "Die Ansprachen von Ernst Middendorp haben schon vor dem Spiel gesessen. Wir sind auf einem guten Weg." Wunderlich sah das Resultat: "In der zweiten Halbzeit wurde das ordentlich umgesetzt."
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Die Arbeit gegen Cloppenburg grenzte an echte Maloche - Wunderlich: "Das war echt schwer, vor allen Dingen weil der Gegner hinten drin stand." Das Drehbuch war wie für das Kellerkind geschrieben - dann kam es anders. Mölders: "Vorsichtig ausgedrückt, wir waren angeschlagen und Cloppenburg führte 2:0."

Die Konsequenz ist nachvollziehbar: "Logisch, dass die Leute dann pfeifen. Den Anschluss haben wir zum psychologisch richtigen Zeitpunkt erzielt." Zustimmung kommt vom Kollegen. "Das war wichtig", erinnert sich Wunderlich, "dass wir zurück kamen, spricht absolut für die Mannschaft." Nach der Pause präsentierte sich RWE psychologisch auf der Höhe. "Man konnte sehen, was möglich ist, wenn man den Ball einfach laufen lässt", legt sich Wunderlich fest, "alle fünf Treffer war letztendlich super rausgespielt."

Seine Ergänzung: "Es war keine Standardsituation dabei, auch kein Zukfallsprodukt." In Worms würde man am Samstag, 11. April, ab 14 Uhr aber auch diese Varianten akzeptieren, vor allen Dingen die erstere. Wichtig für Wunderlich: "Der Erfolg gegen Cloppenburg war für uns ein echter Schritt nach vorne." Dem in Worms der nächste folgen sollte.

Dort fehlen auf jeden Fall Michael und Stefan Lorenz. Mölders: "Zwei defensive Stützen." David Czyszczon und Stefan Kühne kamen gegen Cloppenburg früh in die Partie. "David und Stefan habe ihre Sache sehr gut gemacht", lobt Wunderlich.

Autor: Oliver Gerulat

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