Neuzugang Gilberto und Regisseur Marcelinho sorgten mit ihren Treffern für eine 2:0-Führung für  Hertha BSC Berlin gegen den VfL Bochum. Am Ende mussten sich die Hauptstädter aber mit einem 2:2 (2:0)-Remis begnügen.

VfL mit tollem Endspurt in Berlin

07. August 2004, 17:26 Uhr

Neuzugang Gilberto und Regisseur Marcelinho sorgten mit ihren Treffern für eine 2:0-Führung für Hertha BSC Berlin gegen den VfL Bochum. Am Ende mussten sich die Hauptstädter aber mit einem 2:2 (2:0)-Remis begnügen.

Trotz eines brasilianischen Doppelpacks wartet Hertha BSC Berlin seit fünf Jahren weiter auf einen Auftaktsieg in der Bundesliga. Neuzugang Gilberto (6.) und Regisseur Marcelinho (44.) bescherten der Hertha mit ihren Treffern beim 2:2 (2:0) über den VfL Bochum zwar eine komfortabele Halbzeitführung, Bochum aber rettete nach zwei Standardsituationen einen glücklichen Punkt und verdarb Berlins Trainer Falko Götz den Einstand.

Vor 45.000 Besuchern im sanierten Olympiastadion blieb der UEFA-Cup-Teilnehmer aus Westfalen dennoch über weite Strecken von internationaler Klasse weit entfernt, profitierte aber von mangelnder Chancenauswertung der Berliner.

Bereits nach sechs Minuten verwertete Nationalspieler Gilberto seine erste Chance in der Bundesliga zum 1:0. Der 1,5 Millionen Euro teure Linksfuß schloss einen blitzsauberen Konter der Berliner kaltschnäuzig zur Führung ab. Sein Landsmann Marcelinho besorgte mit einem nicht unhaltbaren Schuss aus 20 m kurz vor der Pause bereits die vermeintliche Vorentscheidung. Ein Kopfballtreffer von Raymond Kalla (66.) und ein zweifelhafter Handelfmeter von Peter Madsen (70.) sorgten für die überraschende Wende in der Partie.

Die Berliner überließen den Gästen nur in der Anfangsphase das Mittelfeld. Insgesamt wirkten die Hausherren wesentlich kreativer als der VfL. Gilberto integrierte sich hervorragend in die Mannschaft, und auch die im Vorjahr viel kritisierten Sturmspitzen Artur Wichniarek und Fredi Bobic verdienten sich gute Noten durch Fleiß und Torgefährlichkeit. Das ideenreiche Offensivspiel macht den Berlinern Hoffnung auf eine bessere Saison, zumal in Yildiray Bastürk eine weiterer Kreativspieler verletzungsbedingt noch einige Wochen pausieren muss.

Beim VfL setzte Trainer Peter Neururer gleich auf vier Neuzugänge in der Anfangsformation. Überzeugend wirkte am ehesten Christoph Preuß, der von Bayer Leverkusen an die Ruhr gekommen war. Vratislav Lokvenc fehlte dagegen nach der Europameisterschaft mit Tschechien Spritzigkeit. Nach dem Pausen-Rückstand brachte Neururer in dem Dänen Tommy Bechmann einen weiteren Offensivspieler. In der Tat wurde Bochum mutiger und bekam nach Kallas Anschlusstreffer die zweite Luft. Kurz zuvor hätte Marcelinho das Spiel endgültig entscheiden können (59.).

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