Eine eher durchschnittliche Leistung reichte der ambitionierten Mannschaft von BG Schwerin, um das Castroper Derby gegen SuS Merklinde mit 4:2 für sich zu entscheiden. Doch so deutlich wie es das Ergebnis widerspiegelt, verlief die Partie nicht. Vor allem die erste Viertelstunde verschlief die Heimelf total und kassierte folgerichtig bereits in der siebten Spielminute das 0:1. [i]Ein Ortstermin[/i]

Bezirksliga 15: Theis-Elf verpasst Überraschung im Castroper Derby

Schwerin beim 4:2-Heimsieg mit Pflichtprogramm

03. Dezember 2006, 23:47 Uhr

Eine eher durchschnittliche Leistung reichte der ambitionierten Mannschaft von BG Schwerin, um das Castroper Derby gegen SuS Merklinde mit 4:2 für sich zu entscheiden. Doch so deutlich wie es das Ergebnis widerspiegelt, verlief die Partie nicht. Vor allem die erste Viertelstunde verschlief die Heimelf total und kassierte folgerichtig bereits in der siebten Spielminute das 0:1. [i]Ein Ortstermin[/i]

Merklindes Keeper Jan Nöthe hatte, durch den böigen Wind unterstützt, das Leder weit in die gegnerische Hälfte geschlagen. Die verletzungsbedingt umformierte Schweriner Hintermannschaft zeigte sich komplett desorientiert und überließ dem Ein-Mann-Sturm der Gäste, Dennis Zänker, den Ball. Der ließ sich nicht zweimal bitten und marschierte in Richtung Schweriner Gehäuse, um mit einem Rechtsschuss Schwerins Torhüter Michael Tams zu überwinden (7.).

Und es hätte für die Schweriner noch schlimmer kommen können. Keine dreißig Sekunden nach der Führung bot sich dem Merklinder Mittelfeld Motor Philipp Nährig bereits die Gelegenheit, auf 2:0 für seine Farben zu erhöhen. Der an diesem Tag schwache Dirk Vierhaus hatte den Ball leichtfertig im Mittelfeld hergeschenkt und so Nährig in gute Schussposition gebracht. Doch dessen überhasteter Schuss aus etwa 18 Metern verfehlte das Ziel deutlich (8.).[imgbox-right]http://www.revierkick.de/include/images/gallery/img_thumb_176.jpg Verpasste mit seinem Team die Überraschung: Merklindes Trainer Armin Theis.[/imgbox]

Diese vergebene Gelegenheit war für Merklindes Coach Armin Theis die Schlüsselszene der gesamten Partie, denn im direkten Gegenzug erzielte Thomas Foijzik, nach schöner Vorarbeit von Sebastian Janas, den 1:1-Ausgleich. „Hätten wir da das 2:0 gemacht, hätte ich gerne gesehen wie der Gegner darauf reagiert“, meinte Theis anschließend.

Von nun an waren die Schweriner aber Herren im eigenen Hause – allerdings ohne dabei zu überzeugen. Einzig Sebastian Janas und mit Abstrichen Damian Liedke ließen ihre Klasse aufblitzen.

So war es dann nicht verwunderlich, das eben Janas die Weichen für seine Mannschaft auf Sieg stellte. In der 35. Spielminute konnte ihn Merklindes Daniel Schreyer nur durch ein Foul bremsen, den fälligen Strafstoß verwandelte Markus Pollok sicher.

Praktisch mit dem Pausenpfiff sorgte der beste Mann auf dem Platz dann höchstpersönlich mit einem schönen Heber über den herausstürzenden Nöthe für die 3:1 Vorentscheidung (45.).

Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt. Schwerin tat nicht mehr als nötig und kam wiederum durch Janas, nach Zuspiel von Jimmy Thimm, zur beruhigenden 4:1 Führung und schaltete anschließend noch einen Gang zurück (59.).

Trotzdem reichten die Mittel der Merklinder in der Folgezeit nicht, um die die Truppe von Karsten Gowik ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. So waren sie dann auf die Hilfe vom Schweriner Keeper Tams angewiesen, um noch einmal ins Spiel zurückzukommen. Tams kam bei einer Flanke unnötig ungestüm aus seinem Kasten heraus und rempelte einen Merklinder Angreifer zu Boden. Den daraus resultierenden Elfemeter verwandelte Simon Rast sicher zum 4:2 (70.).

Aber auch in den letzten 20 Minuten der Partie hatten die Schweriner mehr vom Spiel und kamen noch zu einigen „Hochkarätern“. Erst vergab Markus Pollok die Gelegenheit zu seinem zweiten Elfmetertreffer (75.) und auch Damian Liedke ließ nach einem spektakulären Alleingang durch sechs Gegenspieler die letzte Konsequenz vor dem Kasten vermissen (77.). So blieb es schließlich beim 4:2 Sieg für Schwerin.

Wenig angetan von der Chancenverwertung seiner Truppe zeigte sich auch Schwerins Übungsleiter Karsten Gowik, nahm es aber dennoch mit eigenwilligem Humor: „Wenn wir für jede vergebene Torchance 100 Euro bekommen würden, könnten wir unsere Abschlussfahrt nach Rio de Janeiro machen“, meinte er süffisant.

Armin Theis hatte die Partie dagegen schnell abgehakt und den Blick nach vorne gerichtet: „Mit dem Spiel, besonders mit der ausgeglichenen zweiten Halbzeit, bin ich nicht unzufrieden. Das lässt für das ganz wichtige und richtungweisende Begegnung gegen Osmanlispor nächste Woche hoffen“, schien er die Partie beim Favoriten eher als Vorbereitung für das Abstiegsduell gegen das Tabellenschlusslicht gesehen zu haben.

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