Die Pflicht ist erledigt, nun folgt die Kür. Nach dem 3:0-Sieg über Esbjerg fB und dem damit verbundenen Einzug ins UI-Cup-Finale gegen Slovan Liberec (10.8., 20.15, Arena/24.8.) widmet sich der FC Schalke 04 wichtigeren Dingen.

SCHALKE - Asamoah und das gute Omen

hb
06. August 2004, 13:53 Uhr

Die Pflicht ist erledigt, nun folgt die Kür. Nach dem 3:0-Sieg über Esbjerg fB und dem damit verbundenen Einzug ins UI-Cup-Finale gegen Slovan Liberec (10.8., 20.15, Arena/24.8.) widmet sich der FC Schalke 04 wichtigeren Dingen.

Die Pflicht ist erledigt, nun folgt die Kür. Nach dem 3:0-Sieg über Esbjerg fB und dem damit verbundenen Einzug ins UI-Cup-Finale gegen Slovan Liberec (10.8., 20.15, Arena/24.8.) widmet sich der FC Schalke 04 wichtigeren Dingen.

Am Freitag-Abend steigt im Bremer Weserstadion der ultimative Kracher zum Halali der 42. Bundesliga-Saison. „Es ist kein Zufall, dass wir gegen den amtierenden Meister und Pokalsieger starten. Das ist ein Auftakt nach Maß“, freut sich Trainer Jupp Heynckes auf das Duell mit Werder.

Leider spricht die Statistik gegen einen Schalker Auftakt nach Maß. Der letzte Sieg über die Hanseaten liegt mittlerweile über viereinhalb Jahre zurück (3:1 am 8.2.2000), im Norden selbst gewann man zuletzt vor fünf Lenzen. „Guck’ mal in deine Unterlagen, wer da das Tor gemacht hat“, frozzelt Gerald Asamoah. Zurecht, denn der Stürmer war es, der am 21. August 1999 auf Vorlage von Ünal Alpugan zum 1:0 für die Königsblauen traf. Es war „Asas“ erstes Bundesliga-Spiel für Schalke und darf gerne als gutes Omen für die Rückkehr seines Sturmkollegen Ailton an die Weser herhalten. „Wenn der Toni trifft und wir dadurch wieder 1:0 gewinnen, dann hätte ich nichts dagegen“, würde sich Asamoah gerne mit dem neuen „Kugelblitz“ an seiner Seite freuen.

Trotz der zuletzt überzeugenden Vorstellungen im „Döner-Cup“ warnt Heynckes vor all zu hohen Erwartungen auf Schalke. „Wenn wir mit aller Bescheidenheit dahin gehen, können wir vielleicht Punkte mitnehmen“, formuliert Heynckes vorsichtig. „Werder ist Favorit, hat in der letzten Saison exzellenten Fußball geboten und in überragender Manier zwei Titel geholt. Schalke hat sich in den vergangenen Jahren in Bremen schwer getan, deshalb fahren wir mit gedämpftem Optimismus dort hin.“

Der 59-Jährige verzichtete im Vorfeld des Duells bewusst darauf, gesonderte Informationen der beiden Ex-Bremer Ailton und Mladen Krstajic einzuholen. „Das ist nicht nötig, ich mache mir lieber selbst ein Bild über den Gegner“, greift Heynckes aus das bewährte Video-Studium zurück.

In Bremen wird, bis auf eine Ausnahme, vermutlich die gleiche Elf wie gegen Esbjerg auflaufen. Prominentes Opfer des starken S04-Kaders könnte Jörg Böhme sein. Der Fußball-Exzentriker überzeugte am Dienstag nicht und dürfte dem aufstrebenden Youngster Christian Pander weichen. „Ich habe ihn gegen Esbjerg geschont, in Bremen hat er alle Optionen zu spielen“, macht Heynckes klar. Christian Poulsen könnte die Sonderbewachung für Werder-Spielmacher Johan Micoud zufallen. „Er ist der Dreh- und Angelpunkt, aber von ihm lebt diese Mannschaft nicht allein“, weiß der S04-Coach.

Autor: hb

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