Die Enttäuschung lässt sich einfach nur schwer beiseite schieben, aber am Ende genossen die Spieler des Herner EV 2007 dann doch, was ihnen die Fans nach dem Aus im Play-off-Halbfinale der Oberliga Nord gegen die Hannover Indians mit Applaus und Sprechchören an Anerkennung für eine tolle Saison spendeten.

Herner EV 2007: Hannover Indians gewinnen Play-off-Serie mit 3:1

Die alten Fehler stoppen die Crusaders

Markus Terbach
04. April 2009, 19:54 Uhr

Die Enttäuschung lässt sich einfach nur schwer beiseite schieben, aber am Ende genossen die Spieler des Herner EV 2007 dann doch, was ihnen die Fans nach dem Aus im Play-off-Halbfinale der Oberliga Nord gegen die Hannover Indians mit Applaus und Sprechchören an Anerkennung für eine tolle Saison spendeten.

„Wir sind stolz auf unser Team“, „Dank an die Mannschaft, aber auch Ralf Pape und Matthias Roos“, hieß es, als nach der Schlusssirene in der Gysenberghalle Bilanz gezogen wurde. 3:1 hatten die Crusaders gegen die Indians geführt, die von DEL-Schiedsrichter Roland Aumüller hervorragend geleitete Partie insbesondere aufgrund eines ganz schwachen Mittelabschnitts aber mit 3:5 verloren und damit auch in der Serie unterlagen.

Die schnelle Indians-Führung durch Daniel Del Monte konterte Mark Kosick mit einem Doppelschlag. Nils Liesegang, der sich trotz Verletzung in den Dienst der Mannschaft stellte, erhöhte sogar noch auf 3:1.

Von da an lauerten die Crusaders einmal mehr auf Konter, doch Treffer gelangen nur noch den Indians, die am Ende in Torwart Roman Kondelik ihren spielentscheidenden Mann hatten. Zudem offenbarten die Hannoveraner ab dem zweiten Drittel einen bisher bei ihnen selten Willen und hatten am Ende auch die größeren Kraftreserven.

Insbesondere das letzte Aufeinandertreffen mit den Niedersachsen zeigte noch einmal, was den Crusaders fehlte, um nach den Personalrochaden im Saisonverlauf am Ende als Top-Team dazustehen: Disziplin, effektives Überzahlspiel und hohe Konzentration über die gesamte Spielzeit. Das schmerzte insbesondere Trainer Niklas Sundblad, da er zumindest den „Showdown Spiel fünf“ gerne erreicht hätte.

Bedauerlich war das Saisonende für Torwart Marc Dillmann, denn nach einer Vielzahl von glanzvollen Auftritten machte er am Freitag bei drei Treffern eine etwas unglückliche Figur. Einfach nur ärgerlich war nicht nur in diesem Spiel das Auftreten von Ex-Nationalspieler Toni Bader. Der mit einem üppigen Salär ausgestattete Deutsch-Kanadier wurde von den Fans mit Recht nicht so ins Herz geschlossen wie fast alle weiteren DEL-Neuzugänge.

Und nun? Es wird wohl bis Ende April dauern, um von den Verantwortlichen verlässliche Aussagen über die weitere Planung zu bekommen, denn die Widerstände des Landesverbands NRW gegen eine Aufnahme des freiwilligen DEL-Absteigers Füchse Duisburg in die Oberliga müssen ja erst einmal ausgeräumt werden. Vorher ist offen, welche Spieler Crusaders-Gesellschafter Ralf Pape seinem Kollegen Shannon McNevan in Herne lässt und wen er gerne im Kader der Füchse Duisburg sehen möchte.

Autor: Markus Terbach

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