Im zweiten Viertelfinale des Liga-Pokals hat sich der VfB Stuttgart mit einem 3:0 (2:0)-Sieg gegen den VfL Bochum durchgesetzt. Im Semifinale treffen die Schwaben auf Double-Gewinner Werder Bremen.

VfB über Bochum ins Liga-Pokal-Halbfinale

22. Juli 2004, 20:11 Uhr

Im zweiten Viertelfinale des Liga-Pokals hat sich der VfB Stuttgart mit einem 3:0 (2:0)-Sieg gegen den VfL Bochum durchgesetzt. Im Semifinale treffen die Schwaben auf Double-Gewinner Werder Bremen.

Der Brasilianer Cacau hat mit einem "Doppelpack" seinem neuen Trainer Matthias Sammer ein Pflichtspiel-Debüt nach Maß beim Bundesligisten VfB Stuttgart beschert und die Schwaben zum vierten Mal ins Liga-Pokal-Halbfinale geschossen. Der 23 Jahre alte Stürmer führte den VfB mit zwei Treffern (5./34.) zum 3:0 (2:0)-Erfolg gegen den VfL Bochum, dem damit als Trost nur die Antrittsprämie von 250.000 Euro bleibt.

Sammer zeigt sich zufrieden

"Wir haben gut nach vorne gespielt, aber man sieht, dass beide Mannschaften bisher unterschiedlich gearbeitet haben. Bochum hatte in der zweiten Halbzeit mehr zuzusetzen, das hat mir nicht so gefallen. Da müssen wir aufpassen", meinte VfB-Coach Matthias Sammer.

Die Stuttgarter, für die der Ungar Imre Szabics (84.) den Endstand erzielte, spielen in der Runde der letzten Vier am kommenden Donnerstag in Meppen (20.30 Uhr/live ARD) gegen den deutschen Meister und Pokalsieger Werder Bremen um den Einzug ins Finale.

Stuttgarter Zweikampfstärke

Vor 11.200 Zuschauern im ausverkauften Aalener Waldstadion präsentierten sich die Stuttgarter bei hochsommerlichen Temperaturen rund zwei Wochen vor Saisonbeginn bereits als homogene Einheit. Die Elf von Sammer, der die beiden EM-Fahrer Philipp Lahm und Kevin Kuranyi zunächst schonte, gewann die Zweikämpfe im Mittelfeld und hätte durch Verteidiger Fernando Meira schon frühzeitig eine Vorentscheidung herbeiführen können. Doch der Portugiese, der bei der EM nicht zum Kader des Vize-Europameisters zählte, scheiterte gleich zweimal völlig freistehend an Bochums Keeper Rein van Duijnhoven (14./25.).

Dagegen zeigte der VfL vor allem im ersten Abschnitt kaum gelungene Aktionen, Torchancen gab es bis auf einen Freistoß von Philipp Bönig (43.) überhaupt keine zu verzeichnen. Die Abgänge von Frank Fahrenhorst (Werder Bremen), Vahid Hashemian (Bayern München) und Paul Freier (Bayer Leverkusen) machten sich beim fehlerhaften Zusammenspiel der Bochumer deutlich bemerkbar. Vor allem Abwehrchef Raymond Kalla und Neuzugang Aleksander Knavs (Kaiserslautern) hatten gegen die wuseligen VfB-Angreifer noch große Abstimmungsprobleme. Bei beiden Cacau-Toren war die neue Defensivformation nicht im Bilde.

Bochumer Neuzugänge bleiben blass

Insgesamt war die Partie zwischen den beiden UEFA-Pokal-Teilnehmern ohnehin noch kein großes Schaulaufen der namhaften Neuzugänge. Während Sammer in Martin Stranzl von Absteiger 1860 München nur einen Neuen in der Anfangsformation aufbot, bekamen in der Elf von Peter Neururer in Christoph Preuß (Bayer Leverkusen), Filip Trojan (Schalke 04) und Knavs drei Zugänge von Beginn an ihre Chance. Allerdings konnte sich keiner der drei Akteure am Donnerstag in den Vordergrund spielen.

Unterdessen zählte Markus Babbel, der vom englischen Rekordmeister FC Liverpool zum VfB gewechselt war, im Liga-Pokal-Viertelfinale ebenso nicht zum Kader wie der neue VfL-Angreifer Vratislav Locvenc, der ablösefrei aus Kaiserslautern kam. Beide mussten auf Grund von Trainingsrückstand passen. Auch Stuttgarts Bordon-Ersatz Mathieu Delpierre saß nur auf der Ersatzbank.

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