Rudi Assauer hat zum verbalen Rundumschlag gegen die Fußball-Verbände ausgeholt. Im Visier hatte der Manager des Bundesligisten Schalke 04 dabei die unglückliche Terminplanung von FIFA und UEFA.

Assauer attackiert FIFA und UEFA

28. Juni 2004, 16:55 Uhr

Rudi Assauer hat zum verbalen Rundumschlag gegen die Fußball-Verbände ausgeholt. Im Visier hatte der Manager des Bundesligisten Schalke 04 dabei die unglückliche Terminplanung von FIFA und UEFA.

Mächtig Dampf abgelassen hat am Montag Manager Rudi Assauer vom Bundesligisten Schalke 04. In erster Linie ging der 60-Jährige dabei mit dem Weltverband FIFA ins Gericht: "Es kann nicht sein, dass nach der EM die Südamerikameisterschaft ausgetragen wird. Warum wird das nicht koordiniert? Sind das nur noch Leute, die nach Schema F vorgehen oder denkt auch noch einer an Fußball?"

Einmal in Fahrt gekommen, bekam auch die Europäische Fußball-Union (UEFA) von Assauer ihr Fett weg: "Die UEFA schafft es nicht, der FIFA einen vernünftigen Terminplan zu vermitteln. Am Ende sind die Vereine die Leidtragenden. Bei der EM macht sich die UEFA die Kassen voll, aber an die Vereine denkt keiner. Wenn einem Spieler etwas passiert, bekommen wir auch keine Entschädigung."

Sand-Verletzung der Stein des Anstoßes

Damit sprach Assauer insbesondere die Muskel-Verletzung des Dänen Ebbe Sand an. "In der Halbzeit sagt Ebbe dem dänischen Trainer, dass er verletzt ist. Trotzdem muss er weiterspielen bis schließlich der Muskel ganz durch ist. Jetzt steht Ebbe in der Ecke, alles zum Wohle von Schalke 04", sagte Assauer.

Aber auch der DFB wurde von Assauer harsch kritisiert: "Jetzt muss so ein Spieler wie Michael Delura zur U19-Europameisterschaft. Was soll er da? Es interessiert keinen Menschen, ob wir da Europameister werden. Wir sprechen immer von Förderung. Hier bei Jupp Heynckes ist er doch viel besser aufgehoben. Dabei haben wir Dieter Eilts noch gesagt: Nimm ihn nicht mit. Aber das ist heute ja Chefsache. Die Entscheidung fällt und Schalke hat den Schaden."

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