Uwe Hünemeier musste in seiner Karriere schon schlimmere Spiele überstehen als das gestrige gegen den SC Verl.

Hünemeier bestätigt RWO-Interesse und freut sich über Lauterer Ausrutscher

Fernsehabend mit schönem Ende

Matthias Dersch
29. März 2009, 15:47 Uhr

Uwe Hünemeier musste in seiner Karriere schon schlimmere Spiele überstehen als das gestrige gegen den SC Verl.

Denn auch wenn die Verler drei, viermal gefährlich vor der von ihm organisierten Abwehrkette auftauchten, schien es nie so, als könnte dem BVB-Kapitän das Geschehen auf dem Rasen aus den Händen gleiten.

Schwächelte die defensive Viererreihe der Borussen in der Hinrunde noch teilweise beachtlich - man denke nur an das 3:3 im Hinspiel gegen Verl - steht sie in der Rückrunde wieder so stabil wie in den Vorjahren. Auch dank Hünemeier.

Für den 23-Jährigen ergibt sich so eine komfortable Situation. Der Vertrag des Innenverteidigers läuft im Sommer aus. Bessere Leistungen versprechen auch größere Zukunftschancen - und so hat der dreifache Bundesligaspieler bereits jetzt mehrere Möglichkeiten für den Sommer.

Entweder er bleibt beim BVB und hofft dort auf den Aufstieg in die Dritte Liga und seine Chance im Profiteam, oder er wagt den Sprung zu RW Oberhausen, die bereits im letzten Sommer an ihm dran waren - und jetzt erneut vorgefühlt haben.

„Ja, es stimmt, es besteht Interesse", redet der Defensivspezialist dann auch nicht lange um den heißen Brei herum. Noch sind die Gespräche jedoch nicht über diese erste Phase hinausgegangen.

Nach Möglichkeit schon im April wüsste der Verteidiger gerne, wohin die Reise geht. Unabhängig davon kreisen seine Gedanken momentan jedoch eh um eine andere Sache: den Aufstieg mit dem BVB.

„Wir haben in sechs Spielen acht Punkte aufgeholt und sind wieder richtig dran am Aufstieg", freut sich frühere Gütersloher über den Wahnsinnslauf seines Teams, der scheinbar auch beim Gegner um Platz eins, dem 1. FC Kaiserslautern, angekommen ist.

Während die „Roten Teufel" am Freitag gegen Leverkusen Nerven zeigten, hing Hünemeiner vor dem Fernseher: „Ich habe mir den Videotext angeschaut und mir mit den anderen Jungs SMS hin- und hergeschrieben." So schön kann ein Abend zuhause sein.

Autor: Matthias Dersch

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