Zwei Mannschaften können die Hannover Indians auf dem Weg in die Zweite Bundesliga theoretisch noch stoppen. Die erste, die sich dem Top-Favoriten der Oberliga in den Weg stellen kann, ist das Team des Herner EV 2007. Im Modus „Best of five“ kämpfen Kapitän Christian Müller und Co. um den Einzug ins Endspiel.

Herner EV: Play-off-Duell gegen die Hannover Indians startet

Roos: „Werden bis zur letzten Sirene kämpfen“

Markus Terbach
27. März 2009, 09:07 Uhr

Zwei Mannschaften können die Hannover Indians auf dem Weg in die Zweite Bundesliga theoretisch noch stoppen. Die erste, die sich dem Top-Favoriten der Oberliga in den Weg stellen kann, ist das Team des Herner EV 2007. Im Modus „Best of five“ kämpfen Kapitän Christian Müller und Co. um den Einzug ins Endspiel.

Erstes Bully der ersten Auseinandersetzung mit den Niedersachsen ist am morgigen Freitag um 20 Uhr am Pferdeturm. Ob der Kapitän selbst mitmischen kann, ist noch offen. „Leider können Bodo Hamann, Nils Liesegang und ich noch nicht sagen, ob wir rechtzeitig wieder fit werden“, muss Müller um sein aktives Mitwirken beim Saisonhöhepunkt bangen.

Außerdem muss Sebastian Pigache aufgrund einer Matchstrafe am Freitag ebenfalls passen. Viel entscheidender als die Personalsituation sind für Erfolg oder Misserfolg gegen die Hannoveraner aber fünf andere Faktoren:

Nervenstärke: Adam Dewan und Nils Liesegang sind für ihre Teams unverzichtbare Spieler, aber auch die Strafbankkönige. 330 Strafminuten hat Dewan zu bieten, Liesegang 146. Da neben ihnen aber auch Teamkollegen schnell die Nerven verlieren, wird dieses Duell auch auf der Strafbank entschieden werden.

Überzahl und Unterzahl: Powerplay und Penalty-Killing sind bei den Crusaders im Saisonverlauf immer ein Problem geblieben. Die Indians stellen das undisziplinierteste Team der Liga, sind aber in Unterzahl die Besten.

Torhüterleistungen: Mit vier Shut-outs hat Marc Dillmann unterstrichen, dass er seit über einem Monat in absoluter Hochform ist. In der Saisonstatistik liegt der Ex-Essener Benjamin Voigt nur ganz knapp vorn.

Schlüsselspieler: Kyle Doyle und Patrick Asselin sind in ihren Teams die herausragenden Kontingentspieler. Wie der Gegner ihre Kreise stören kann, wird großen Einfluss auf den Verlauf der Spiele haben.

Mitteldrittel: Viele Spiele und Punkte haben die Crusaders in diesem Spielabschnitt aus der Hand gegeben. Hier müssen sich Müller und Co. stabilisieren.

Die HEV-Verantwortlichen sehen das Team von Trainer Niklas Sundbald nicht zuletzt aufgrund dieser Faktoren als chancenreichen Außenseiter. „Auf uns lastet ganz im Gegensatz zum Gegner kein Druck. Wir haben unser Saisonziel bereits erreicht“, blickt Geschäftsführer Matthias Roos voraus. „Wir werden bis zur letzten Sirene kämpfen und ich bin mir sicher, dass die Fans mehr als drei Spiele sehen werden.“

Für das Heimspiel am kommenden Sonntag in der Gysenberghalle rühren die Crusaders noch einmal heftig die Werbetrommel, sind am Samstag zwischen 11 und 15 Uhr im Foyer von HEV-Sponsor Decathlon (Holsterhauser Str. 200) vertreten, ebenso in der Herner Innenstadt und beim Sponsor Filwelt, wo ab 17.30 Uhr ein Vor-Play-off-Programm startet, zu dem auch die Präsentation des Eishockey-Kultfilms „Bodycheck“ gehört.

Autor: Markus Terbach

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