Vor dem Fernduell mit Borussia Dortmund um den letzten UEFA-Cup-Platz setzt Bochums Trainer Peter Neururer auf

Neururer wettert gegen den BVB

as
18. Mai 2004, 17:16 Uhr

Vor dem Fernduell mit Borussia Dortmund um den letzten UEFA-Cup-Platz setzt Bochums Trainer Peter Neururer auf "psychologische Kriegsführung". "Die schaffen in Lautern nicht einmal ein Unentschieden", so der Coach.

Das Fernduell des VfL Bochum mit dem Revier-Rivalen Borussia Dortmund um den letzten freien UEFA-Cup-Platz wirft schon jetzt seine Schatten voraus. Trainer Peter Neururer stellte großen Optimismus zur Schau und holte gleichzeitig zum Rundumschlag aus. "Die Borussia hat doch schon Cottbus im Kopf. Der Gedanke daran, wie sie vergangene Saison am letzten Spieltag noch alles vergeigt haben, wird die Dortmunder in Lautern lähmen. Die schaffen dort nicht einmal ein Unentschieden. Uns reicht schon ein Punkt gegen Hannover 96, um wieder verdient die Nummer eins im Revier zu sein", sagte Neururer der Sport-Bild.

Erinnerungen an Energie

Dortmund hat vor dem letzten Spiel beim 1. FC Kaiserslautern am Samstag (15.30 Uhr/live bei Premiere) einen Punkt Vorsprung, aber die schlechtere Tordifferenz gegenüber dem VfL, der zeitgleich Hannover 96 empfängt. In der vergangenen Saison hatte der BVB durch ein 1:1 gegen Absteiger Energie Cottbus noch den sicher geglaubten zweiten Platz und damit die direkte Champions-League-Qualifikation an den VfB Stuttgart abgeben müssen.

Auf die zweite UEFA-Cup-Teilnahme seines VfL nach 1997 würde Neururer "jede x-beliebige Summe" setzen: "Ich habe die Wette schon vor versammelter Mannschaft angeboten. Nicht einer, der dagegenhalten wollte. Bei uns sind alle vom UEFA-Cup überzeugt." Moralisch sieht der 49-Jährige seinen Klub schon als Nummer eins im Revier: "In der Vergangenheit wurden wir von Schalke und Dortmund doch immer nur belächelt und als Konkurrent nie ernst genommen. Jetzt sind wir mit beiden auf Augenhöhe. Gerade der BVB hat riesige Schwitzflecken bekommen, wenn er unsere Ergebnisse gesehen hat."

Bochum spielt den "attraktivsten Fußball"

Der Lauterer Vratislav Lokvenc, der ebenso wie sein Klubkamerad Alexander Knavs nach Westfalen wechselt und seinem neuen Klub gegen den BVB helfen könnte, habe sich "wegen der sportlichen Perspektive" für den VfL entschieden, "obwohl ihm auch ein finanziell lukrativeres Angebot aus Dortmund vorlag". Zudem spielt Bochum laut Neururer den "attraktivsten Fußball" und ist "der einzige Verein im Pott, bei dem die Spieler künftig sogar mehr verdienen können. In Dortmund oder Schalke sind sie eifrig bemüht, Gehälter zu reduzieren."

Autor: as

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