Obwohl sich der Poker um die Wechsel von Mark van Bommel und Marcelo Bordon nach Schalke inzwischen als „Eiertanz“ entpuppt, ist Rudi Assauer zuversichtlich, die beiden Spieler schon im Sommer präsentieren zu können.

SCHALKE 04 - Im Notfall „Plan B“

hb
11. Mai 2004, 12:53 Uhr

Obwohl sich der Poker um die Wechsel von Mark van Bommel und Marcelo Bordon nach Schalke inzwischen als „Eiertanz“ entpuppt, ist Rudi Assauer zuversichtlich, die beiden Spieler schon im Sommer präsentieren zu können.

Obwohl sich der Poker um die Wechsel von Mark van Bommel und Marcelo Bordon nach Schalke inzwischen als „Eiertanz“ entpuppt, ist Rudi Assauer zuversichtlich, die beiden Spieler schon im Sommer präsentieren zu können. „Wichtig ist, dass beide Spieler zu uns kommen wollen. Nach dem Gespräch mit Mark schließe ich aus, dass er zu einem anderen Verein geht“, macht der Manager im Falle des 26-jährigen Mittefeld-Spielers von PSV Eindhoven klar.

Knackpunkt ist nach wie vor die Ablöse, wobei Assauer betont: „Alle Summen, die bisher genannt wurden, stimmen hinten und vorne nicht.“ Bisher war die Rede von sechs Millionen Euro, die der angehende Champions League-Teilnehmer fordert, Schalkes Angebot war auf die Hälfte taxiert worden.

Nach Assauers Auskunft sei beim Termin am vergangenen Mittwoch in Stuttgart Geld gar kein Thema gewesen. „Wir haben nicht über eine Transfer-Entschädigung gesprochen. Die VfB-Führung überlegt angesichts der „drohenden“ Qualifikation für die Champions League, ob und wann man Bordon freigibt. „Wenn das geklärt ist, gibt es ein neues Gespräch. Auf einen Mann wie Bordon kann man auch mal 14 Tage warten.“ Würde der Brasilianer allerdings sogar noch in der Königsklassen-Quali zum Einsatz kommen, „könnte er nicht mehr für uns international eingesetzt werden.“ Erst nach dem Ende der Bundesliga-Saison am 22. Mai werden die Schalker einen erneuten Vorstoß in Richtung Stuttgart wagen.

Geduld ist daher nach wie vor bei beiden angestrebten Zugängen angesagt. „Es handelt sich hier um zwei hochkarätige Spieler, die noch Verträge haben. Entweder du legst einen Haufen Geld auf den Tisch oder du pokerst“, nickt Assauer und gibt zu: „Auch bei van Bommel haben wir über die Möglichkeit gesprochen, dass er erst 2005 kommt.“

Bedenken, dass die beiden Wunschspieler ihre Kontrakte locker aussitzen, ehe sie auf Schalke richtig Gas geben, hegt der 60-Jährige nicht. „Wenn Spieler weg wollten, haben wir sie gehen lassen. Das machte eigentlich keinen Sinn, einen zu halten, der mit den Gedanken schon woanders bin. Bei van Bommel und Bordon setze ich ein Fragezeichen dahinter. Die beiden sind vom Charakter so stark, dass sie das noch ein Jahr auf hohem Niveau durchziehen“, meint Assauer.

Im Falle des Nichterfolgs bei sofortigen Transfers ziehen die Schalker Verantwortlichen Plan B. „Wir haben mehrere Optionen. Zwei sind bekannt, die anderen nennen wir nicht. Die Verhandlungen mit Bordon und van Bommel behindern auch nicht unsere Gespräche mit anderen Spielern. Der Markt wird in drei bis vier Woche sehr groß sein. Man muss nur Geduld haben und warten können“, weiß Assauer. Denn „das Preis-Leistungs-Verhältnis hat sich weltweit verändert. Wir sind noch in der Lage, vernünftige Gehälter pünktlich zu zahlen. Wer kann das schon von sich behaupten?“

Autor: hb

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