Redeverbot für Torsten Frings

03. Mai 2004, 11:46 Uhr

Torsten Frings vom Bundesligisten Borussia Dortmund darf keine Stellung mehr zu einem möglichen Wechsel zu Rekordmeister Bayern München nehmen. Trainer Matthias Sammer erteilte dem Mittelfeldspieler ein Redeverbot.

Coach Matthias Sammer von Bundesligist Borussia Dortmund hat Torsten Frings nach dessen jüngsten Äußerungen zu den Spekulationen um einen Wechsel zu Bayern München einen "Maulkorb" verpasst. "Torsten hat sich nicht mehr zu den Bayern zu äußern", sagte der BVB-Trainer der Westfälischen Rundschau und sieht nur eine Möglichkeit, die Auskunftsfreudigkeit des Mittelfeldakteurs zu stoppen: "Er muss sich schon beim Sprechen verschlucken."

Unmittelbar nach dem 4:1 der Borussia am vergangenen Samstag im Heimspiel gegen Hansa Rostock hatte Frings in einem Interview mit dem Pay-TV-Sender Premiere geäußert: "Ich habe immer gesagt, wenn Borussia Dortmund mich verkaufen muss, dann möchte ich zu Bayern München wechseln. Wenn das nicht der Fall sein sollte, werde ich wohl hierbleiben müssen."

Frings hatte in der Vergangenheit stets versichert, gern in Dortmund bleiben zu wollen und mit den Bayern keine Gespräche geführt zu haben. Die Borussen hatten laut Sportdirektor Michael Zorc eine Anfrage der Münchner zwecks Verhandlungen abgelehnt. Der Vertrag von Frings läuft noch bis 2006. BVB-Präsident Gerd Niebaum versuchte am Wochenende erneut das scheinbar unendliche Thema zu beenden: "Frings wird bleiben. Punkt, basta."

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