Der Polizei-Sportverein Duisburg lebt doch noch. Das bisherige Tabellenschlusslicht aus Duissern setzte sich gegen Eintracht Duisburg mit 3:2 durch.

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Überraschung auf der Futterstraße

Heiko Gaeb
15. März 2009, 19:31 Uhr

Der Polizei-Sportverein Duisburg lebt doch noch. Das bisherige Tabellenschlusslicht aus Duissern setzte sich gegen Eintracht Duisburg mit 3:2 durch.

Der Rasenplatz, der einem Acker ähnelt hatte einen großen Anteil daran, dass den rund 40 Zuschauern an diesem Nachmittag keine technischen Leckerbissen geboten wurden.

Die Gäste aus Wedau wollten unbedingt gewinnen. Zwar geht es für den Traditionsklub um nichts mehr in dieser Spielzeit - der eigentlich angepeilte Aufstieg ist längst nicht mehr realisierbar - dennoch wollte die Mannschaft von Trainer Marcus Folgner noch möglichst viele positive Akzente setzen, um gute Stimmung im Team zu haben, wenn es in den nächsten Wochen gegen die Schwergewichte der Liga geht. Da schien der Auftritt beim Tabellenschlusslicht wie eine Pflichtaufgabe.
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/011/093-11488_preview.jpeg Sammelten mit ihrem Team wichtige Punkte im Abstiegskampf. Die PSV-Akteure: Eugen Wilhelmi, Idriss El Moumen und Viktor Anselm (v. links n. rechts).[/imgbox]
So begann die Partie dann auch mit einem leichten Übergewicht für die favorisierte Eintracht-Elf. Zwingende Chancen waren aber Fehlanzeige.

In der 22. Minute kam der quirlige PSV-Akteur Viktor Anselm im gegnerischen Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Thomas Krieger zögerte nicht lange und entschied auf Strafstoß. Eine fragwürdige Entscheidung. Den fälligen Elfmeter konnte Idriss El Moumen sicher verwandeln.

Irgendwie rechnete aber niemand so recht damit, dass der PSV den Vorsprung über die Zeit retten könnte. Schließlich hatte das Team von Coach Andreas Althaus bis dato erst fünf Punkte in 18 Partien sammeln können. Die favorisierten Gäste kamen aber nicht zwingend ins Spiel und so hatten die Hausherren dann vor der Pause sogar mehr von der Partie und Chancen, das Ergebnis noch zu erhöhen.
[infobox-right]Statistik:
PSV Duisburg: Ort - Wilhelmi - Fiebig, Menzel, Schmiske - Hüsken (46. Dahlem), Anselm, El Moumen, Kowitz (46. Prokropowitz) - Lapsien (46. Müller), Lembke
Eintracht Duisburg: Gerstmann - Sapina - Später, Tribull, Steinbach - Fastabend (54. Hopf), Gottlieb, Koch, Müller, Rietz (59. Nikolai) - Lomakin
Tore: 1:0 El Moumen (22./ FE), 1:1 Lomakin (57.), 2:1 El Moumen (72.), 3:1 Anselm (81.), 3:2 Müller (85.)
Schiedsrichter: Thomas Krieger (Essen)
Zuschauer: 42[/infobox]
In der Pause hatte Folgner seinem Team dann deutlich eingeimpft, das Heil in der Offensive zu suchen und aufgrund des holprigen Bodens keine Rückpässe zu spielen. So fingen die Gäste auch stärker als in den ersten 45 Minuten an. Die Angriffsbemühungen wurden konkreter und so kam auch PSV-Schlussmann Dominik Ort zu Aktionen. Zwölf Minuten nach Wiederanpfiff wurde der Einsatz belohnt. Ausgerechnet Ivan Lomakin traf nach Vorlage des eben erst eingewechselten Daniel Hopf zum Ausgleich. Bis zur Vorsaison hatte der 24-Jährige noch beim Gegner die Fußballschuhe geschnürt.

Doch trotz eines Übergewichts der Gäste gelang es den Hausherren immer wieder vor dem Tor des besonders bei Flanken unsicher agierenden Eintracht-Torwarts Gordon Gerstmann aufzutauchen. Dabei bewies sich an diesem Nachmittag besonders der erst 18-jährige Christian Lembke als Chancentod für den PSV, als er frei vor dem Tor der Gäste auftauchte und kläglich vergab.
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/011/094-11489_preview.jpeg Waren enttäuscht nach der Niederlage von Eintracht Duisburg: Betreuer Jonny Baczyk (li.) und Trainer Marcus Folgner (re.)[/imgbox]
In der 72. Minute war es erneut der Routinier El Moumen, der die Nerven behielt und zum 2:1 für die Hausherren traf. Die Partie gewann in der Schlussphase an Hektik. Das Bild blieb das Selbe: Eintracht rannte an, der PSV konterte. Das nutzte Viktor Anselm dann zum vorentscheidenden 3:1. Durch Ronald Müller kamen die Gäste zwar noch einmal ran. Der Anschluss kam aber zu spät.

"Peinlich" fand Folgner den Auftritt seiner Mannschaft: "Nach dem 1:1 hätte ich niemals gedacht, dass wir noch verlieren. Da wurde ich eines besseren belehrt." Zufrieden hingegen zeigte sich sein Gegenüber Althaus: "In einem guten Spiel haben wir gut gekämpft und schlussendlich verdient gewonnen."

Autor: Heiko Gaeb

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