Die Serie hält. Gegen den Spitzenreiter aus Freiburg spulte der MSV ein wahres Fußballfest ab und schickte den Sportclub mit 2:0 (0:0) zurück in den Breisgau.

MSV: Sieg im „fantastischen“ Spitzenspiel gegen den SCF

Doppelter Makiadi (Update mit Stimmen!)

Thorsten Richter/Jasmin Maus
15. März 2009, 17:12 Uhr

Die Serie hält. Gegen den Spitzenreiter aus Freiburg spulte der MSV ein wahres Fußballfest ab und schickte den Sportclub mit 2:0 (0:0) zurück in den Breisgau.

„Es war ein fantastisches Match“, strahlte Peter Neururer. Der Fußballlehrer versprach bereits im Vorfeld, dass die Anhänger, die nicht in die Arena kommen, ein Spektakel verpassen würden. Und er behielt Recht.

Von der ersten Minute an lieferte sich der MSV einen offenen Schlagabtausch mit den Freiburgern und bot den 18.146 Zuschauern ein wahres Spitzenspiel. Robin Dutt analysierte: „Wir haben gut begonnen und uns einige Chancen erarbeitet. Im ersten Durchgang hatten wir leichte Vorteile, doch das hat sich nach der Pause umgekehrt.“

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Denn in den zweiten 45 Minuten wuchsen die „Zebras“ über sich hinaus. In der 58. Minute hatten sie noch Glück, dass „Mo“ Idrissou aus drei Metern den Ball neben das Gehäuse setzte (Dutt: „Das war nicht einfach, den Ball neben das Tor zu schießen. Das hätte vielleicht etwas am Endstand ändern können.") Und sieben Zeigerumdrehungen später setzte Pavel Krmas einen Kopfball aus fünf Metern über den Kasten.

Doch das war wie ein Weckruf für die Hausherren. Denn Duisburg ließ den SC danach gar nicht mehr zum Zug kommen und schnürte den Tabellenführer in der eigenen Hälfte ein. „Als Marcel Heller dann seine Schnelligkeit ausgespielt hat, ist der MSV verdient in Führung gegangen“, zollte Dutt Anerkennung. Denn Heller setzte sich auf der rechten Seite gekonnt durch, bediente Cedrick Makaidi und der nutzte die Chance zur 1:0-Führung (78.).

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Und als Sandro Wagner in der 81. Minute erneut Makiaidi in Szene setzte und der mit seinem 14. Saisontreffer das 2:0 markierte, war die Messe gelesen. „Die Zuschauer haben jedenfalls ein super Fußballspiel gesehen“, meint Dutt und schob nach: „Außerdem ist es nicht einfach, auf dem Rasen in Duisburg zu glänzen. Denn ehrlich gesagt sieht das Stadion wie ein Nobelauto mit zehn Jahre alten Reifen aus.“ Sein schmunzelnder Zusatz: „Ich hätte Peter gerne einen Friseur empfohlen, denn er hat es nötig.“

Doch an seinem Aussehen wird sich auch in der kommenden Wochen nichts ändern, denn zum elften Mal in Folge blieb der MSV ungeschlagen und hat nur noch drei Punkte Rückstand auf Fürth, die mit 1:5 in Osnabrück untergingen. „Ich freue mich, die Haarpracht weiter entwickeln zu dürfen“, lachte Neuruer: „Aber das zählt nicht. Die Arbeit, die die Mannschaft abliefert, gibt den Jungs Sicherheit. Der Weg nach oben war sehr holprig, aber er ist geglückt.“

Doch zu lange wollte der Coach, der von den Fans mit Sprechchören gefeiert wurde, nicht den Sieg genießen: „Die Ausschöpfung der Möglichkeiten des Teams haben wir nicht gegen Freiburg gesehen, sondern die werden gegen Ingolstadt gefordert sein. Ich bin gespannt, wie sich die Truppe dann verkaufen wird.“

Autor: Thorsten Richter/Jasmin Maus

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