In den letzten Wochen konnte man mitunter zu dem Schluss kommen, Alex Frei hätte bereits mit Borussia Dortmund abgeschlossen.

Frei punktet, Valdez verpasst die richtige Antwort

"Beschissenes Gefühl"

Matthias Dersch
15. März 2009, 11:33 Uhr

In den letzten Wochen konnte man mitunter zu dem Schluss kommen, Alex Frei hätte bereits mit Borussia Dortmund abgeschlossen.

So lustlos und ohne erkennbares Engagement lief der Schweizer bei seinen Kurzeinsätzen über den Platz. Gestern, beim enorm unterhaltsamen 4:4 gegen Hannover, korrigierte er dieses Bild dagegen deutlich.

Gleich zwei Mal traf er und erzielte dabei seine Saisontreffer sieben und acht. Kein glorreicher Wert, aber immerhin der mit Abstand beste des Dortmunder Teams. Anstatt sich hinterher jedoch vor den Mikrofonen feiern zu lassen, verschwand er - angesäuert über das unnötige Remis - wortlos im Bus.
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Nelson Valdez dagegen, der allein in den 90 Minuten in Hannover sein bisheriges Torekonto (vier Treffer) hätte verdoppeln können, sprach sich dagegen erneut den Frust von der Seele: „Wir sind in der letzten Woche als Sturmversager beschimpft worden, darauf hätte ich eigentlich mit einem Treffer antworten müssen. Ich hatte ja auch meine Chancen."
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Gleich mehrmals tauchte der frühere Werderaner frei vor 96-Keeper Robert Enke auf. Doch entweder lupfte er den Ball unbedrängt über den Kasten, oder scheiterte am Nationalkeeper - wie in der 81. Minute.

Hätte der 25-Jährige da die Ruhe behalten und das 5:3 erzielt, wäre die Partie gelaufen gewesen. So kassierte sein Team praktisch im Gegenzug den Ausgleich. „Wir fahren mit einem beschissenen Gefühl nach Hause. Die Unentschieden nerven einfach", gab der Angreifer dann auch zu, bevor er mit Blick auf seine eigene Leistung nachschob: „Auch wenn ich gegen Hannover zwei Treffer vorbereitet habe, fühle ich mich schlecht."

Autor: Matthias Dersch

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