Seit der Rückrunde ist Milko Trisic richtig gut drauf.

Schalke II: Milko Trisic will sich austoben

Genau das richtige Pflaster

Jasmin Maus
12. März 2009, 16:06 Uhr

Seit der Rückrunde ist Milko Trisic richtig gut drauf.

Denn seit dem 2:1-Sieg gegen Rot-Weiss Essen hat sich Schalkes Regionalliga-Stürmer zum Stammspieler im Team von Trainer Markus Högner gemausert. Ein Tor im blau-weißen Dress konnte der gebürtige Bosnier, der in dieser Saison von Arminia Bielefeld zu den Gelsenkirchenern wechselte, allerdings noch nicht erzielen.

Aber das ist für den 1,86-Meter-Mann noch lange kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken: „Ich weiß was ich kann. Wenn es in den nächsten Partien so gut weiterläuft wie gegen Essen oder Kleve, dann dauert es nicht mehr lange, bis der Knoten bei mir platzt“, zeigt sich der 22-Jährige von seiner sicheren Seite.

Seit 1995 ist Trisic nun schon in Deutschland. Wann er angefangen hat, gegen das runde Leder zu treten, weiß er allerdings nicht mehr: „Fußballspielen hat mich schon immer glücklich gemacht. Auch wenn vor einiger Zeit der Gedanke bei mir aufgekommen ist zu studieren, wird Fußball immer meine Nummer eins sein.“

Den Blick in Richtung Bundesliga möchte Trisic aber noch nicht richten: "Momentan bin ich einfach damit zufrieden, dass der Trainer meine Offensivqualitäten zu schätzen weiß und ich in der Start-Elf stehe.“

Von seiner zufriedenen Seite zeigt er sich auch bei geselligen Abenden mit Freundin und Kumpels vor dem heimischen Fernseher: „Durch meinen Wechsel ins Ruhrgebiet kann ich mich jetzt in meinen eigenen vier Wänden austoben. Das hat schon was für sich“, verkündet Trisic lachend.

Mit der doch recht eigensinnigen Ruhrpott-Mentalität hat er allerdings keine Probleme: „Ich bin zwar nicht ganz so Schalke-verrückt wie die meisten Leute in Gelsenkirchen, aber ich habe mich von der ausgelassenen Stimmung hier schon ein bisschen anstecken lassen“, muss er doch zugeben.

Für seine Teamkollegen wünscht sich Trisic weiterhin das hochmotivierte Engagement, mit dem die S04-Reserve in vergangenen Partien punkten konnte. Er selbst erhofft sich nichts sehnlicher, als den Rest der Saison ohne gesundheitliche Beschwerden auszukommen. Denn Probleme am rechten Knöchel haben Schalkes Neuzugang schon so einige Male zurückgeworfen. „Vielleicht werde ich mich im Sommer noch einmal operieren lassen. Aber jetzt geht's mir einfach nur gut", lacht Trisic. "Was soll man da sagen - Schalke ist anscheinend genau das richtige Pflaster für mich.“

Autor: Jasmin Maus

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