In der Liga sind die Oberhausener trotz der Pleite in Fürth weiter auf Kurs.

RWO: Interview zur wirtschaftlichen Lage mit Präsident Sommers

"Für Liga drei sieht es beschissen aus"

Christian Brausch
12. März 2009, 08:07 Uhr

In der Liga sind die Oberhausener trotz der Pleite in Fürth weiter auf Kurs.

Und am kommenden Sonntag sind die „Kleeblätter“ erneut auf Reisen. Dann geht es nach Augsburg. Dort will man den nächsten Schritt zum Klassenerhalt machen. Und während die Elf sich auf das Match beim FCA vorbereitet, laufen hinter den Kulissen die Lizenzierungsarbeiten für die nächste Spielzeit. Ob auch abseits des Platzes alles wie geplant läuft, besprach RS im Interview mit RWO-Präsident Hajo Sommers.
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/011/064-11459_preview.jpeg RWO-Präsident Hajo Sommers (Foto: firo).[/imgbox]
Hajo Sommers, sind Sie trotz der Niederlage in Fürth noch ganz ruhig, was das Sportliche angeht?

Klar, wir waren doch gut. Zwar noch nicht 90 Minuten, aber daran arbeiten wir.
Wie sieht es mit den Lizenzunterlagen aus?

Freitag werden sie für Liga zwei abgegeben, eine Woche später für Liga drei.

Und für die Bundesliga?

Da wird man aufgefordert von der DFL. Ich denke nicht, dass sie uns auffordern wollen. Das ist auch gut so.

Stehen die Zahlen denn soweit?

Ja, am Dienstag gab es eine Stadionbegehung, da fehlen nur noch zwei Unterschriften der Stadt. Unsere Finanzunterlagen sind komplett fertig, da schreibt der Wirtschaftsprüfer gerade die letzten Sätze. Und dann geht das ab nach Frankfurt.

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Wird der Etat erhöht?

Nein, der bleibt identisch mit dem von diesem Jahr. Auf der einen Seite fallen über 300.000 Euro Fernsehgelder weg. Wir finanzieren mit 150.000 Euro auch im nächsten Jahr den Umbau und die Rasenheizung. Dann gibt es auch noch alte Dinge, die gestemmt werden müssen. Auf der anderen Seite fallen nur die Zahlungen an Herrn Schulz aus. Daher sind am Ende die Ausgaben höher als die Einsparungen.

Was bedeutet das?

Wir gehen von etwas mehr Sponsoring aus, um das Loch zu stopfen. Und wir denken, das auch zu schaffen. Zudem werden wir zum ersten Mal von 6.000 anstatt von 5.000 Besuchern im Schnitt ausgehen.

Wie plant man für die dritte Liga?

Da sieht es beschissen aus, das kann man auch ruhig so sagen. Da gäbe es in allen Bereichen Einschnitte. Uns würden bei einem gleichen Etat 2,5 Millionen vom Fernsehen fehlen. Denn der Kostenapparat bleibt fast identisch. Das bedeutet, dass die Mannschaft billiger werden müsste. Nur im Bereich der Sponsoren sieht es fast aus wie in Liga zwei.

Haben Sie denn die Dritte Liga auch noch im Kopf?

Ich vertraue der Mannschaft blind. Aber ich wäre gepudert, wenn wir den Extremfall nicht bedenken würden. Ich weiß doch nicht, ob sich morgen vier Leistungsträger die Beine brechen.

Gibt es beim Thema Stadion Neuigkeiten?

Nein, das läuft immer parallel. Es ist nicht vom Tisch, denn wir diskutieren weiter darüber. Allen Beteiligten ist klar, dass wir in einer fernen Zukunft zumindest einen Umbau bräuchten.
Denken Sie denn, dass im Fall des Klassenerhalts alle Jungs gehalten werden können?

Da sollte die sportliche Leistung sich äußern. Was ich sagen kann, ist, dass wir einen Etat festgelegt haben. Der steht zur Verfügung und ist einzuhalten. Dann sagen wir den Leuten, was wir können.Und die Spieler entscheiden, ob sie dafür arbeiten wollen.

Autor: Christian Brausch

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