Fünf Tore hat der BVB in den bisherigen sechs Rückrundenspielen geschossen.

Duell der "Angeschossenen": Valdez nimmt seine Kollegen in die Pflicht

"Dachten, es läuft von alleine"

Matthias Dersch
13. März 2009, 08:42 Uhr

Fünf Tore hat der BVB in den bisherigen sechs Rückrundenspielen geschossen.

Dass angesichts dieser nackten Zahlen eine Stürmer-Diskussion entbrannt ist, überrascht nicht. Doch liegt es wirklich nur an Mohamed Zidan, Alex Frei und Nelson Valdez, dass die Borussia im Jubiläumsjahr 2009 noch nicht jenen ebenso erfolgreichen wie ansehnlichen Fußball spielt wie noch in der Hinrunde?

„Es scheint ein Dortmunder Phänomen zu sein, alles an Personen festzumachen. Dass wir in Bezug auf unsere Torausbeute nachlegen müssen, wissen wir. Aber ich wünsche mir deshalb keine neuen Spieler und reduziere das nicht auf den Sturm", bezieht BVB-Trainer Jürgen Klopp eine klare Position.
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Der frühere Mainzer stellt sich zwar vor sein Angriffstrio, nicht aber vor die Offensivabteilung als solche: „Wir hatten gegen Stuttgart ja unsere Chancen, aber es hat eindeutig die Konsequenz gefehlt. Man muss nur einmal den Vergleich mit dem Gegner ziehen."

Dass Klopp öffentlich Kritik an seiner Mannschaft übt, ist in dieser Form neu und ein Indiz dafür, dass es im 41-Jährigen angesichts der schwachen Ergebnisse der letzten Wochen brodelt. Gegen Hannover muss deshalb in erster Linie ein Ergebnis her, erst dann kommt der spielerische Aspekt.
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Dass nicht nur der Trainer eine gehörige Portion Ärger mit sich schleppt, beweist Valdez, der sich zu Unrecht im Zentrum der Kritik sieht: „Ich weiß nicht, wann ich zuletzt in vier Spielen zwei Tore und eine Vorlage abgeliefert habe. Ich fühle mich von der Diskussion nicht betroffen. Wir lagen schließlich auch oft mit 1:0 in Führung. Hertha gewinnt solche Spiele und ist jetzt Tabellenführer."

Für den 25-Jährigen ist das Team gefragt, die Sache gemeinsam wieder gerade zu biegen. „Vielleicht sind wir nach dem Erfolg der Hinrunde etwas arrogant geworden und dachten, es läuft von allein", sucht der Ex-Bremer nach Gründen, bevor er mit Blick auf die Partie gegen Hannover kämpferisch wird: „Sie sind gefährlich wie ein angeschossenes Tier. Aber ich fühle mich genauso angeschossen wie sie."

Autor: Matthias Dersch

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