Ganz schön frech, dieser 20-Jährige. Recht locker verließ Salvatore Gambino nach dem 2:0 den Rasen der AOL-Arena und hatte den Blick direkt nach vorne, sprich auf den kommenden Gegner Bayern München, gerichtet.

BVB - Cooler Gambino

raka
14. April 2004, 18:06 Uhr

Ganz schön frech, dieser 20-Jährige. Recht locker verließ Salvatore Gambino nach dem 2:0 den Rasen der AOL-Arena und hatte den Blick direkt nach vorne, sprich auf den kommenden Gegner Bayern München, gerichtet.

Ganz schön frech, dieser 20-Jährige. Recht locker verließ Salvatore Gambino nach dem 2:0 den Rasen der AOL-Arena und hatte den Blick direkt nach vorne, sprich auf den kommenden Gegner Bayern München, gerichtet.

"Für mich ist diese Begegnung nichts Besonderes, denn ich spiele nicht zum ersten Mal vor 83.000 Besuchern." Da diese in der Mehrzahl den Schwarz-Gelben die Daumen drücken werden, weiß der künftige Profi, was er der Galerie zu bieten hat: "Wir sind momentan gut drauf und spielen zuhause, da müssen drei Punkte her." Das ist für ihn Pflicht, "zumindest ein Zähler, denn leer dürfen wir nicht ausgehen."

An der Elbe wurde die Maximalausbeute eingefahren, seiner Auffassung nach vollkommen verdient: "In der ersten Halbzeit haben wir doch super gespielt, und vor allem auch unsere Torchancen genutzt." Zwei Ostereier hatten die Borussen den Hanseaten ins Netz gelegt, was für "Salva" der Lohn für die gebotene Vorstellung war.

"Wir haben nicht nur gewonnen, sondern auch eine tolle Leistung geboten. Damit kann man ganz einfach zufrieden sein." Für den ersten Spielabschnitt ist diese Analyse ohne Wenn und Aber zu unterschreiben. Im zweiten Durchgang fand auch Gambino ein kleines Haar in der Siegessuppe: "Wir haben zwar im Gegensatz zu Hannover und Freiburg nichts mehr anbrennen lassen, hätten dafür aber durchaus noch den einen oder anderen Treffer nachlegen können." Der Stürmer selbst hatte zwei Möglichkeiten auf dem Fuß, eine hätte er nicht selbst probieren sollen, das sah er selbst ein. "Es wäre sicher besser gewesen, wenn ich auf Ewerthon gespielt hätte, aber ich habe ihn zu spät gesehen." Bei der zweiten Chance fand Gambino seinen Meister in Stefan Wächter.

Doch auch so war er zufrieden: "Man muss nicht immer ein Tor schießen, eine gute persönliche Leistung kann auch zufrieden stellen." Die hat er in den letzten Wochen durchaus mehrfach geboten: "Matthias Sammer hat mir seit dem Freiburg-Spiel wieder die Chance dazu ermöglicht, das freut mich, ich versuche, sie so gut wie möglich zu nutzen." Vielleicht toppt er das Ganze ja mit einem Treffer gegen deutschen Rekordmeister, wetten, dass er dann anschließend nicht so cool bleibt, wie er sich an der Alster gab?

Autor: raka

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