Das war mutig! Vor der Saison verzichtete Sprockhövels Trainer Lothar Huber darauf, eine erfahrene Nummer eins zu holen. Stattdessen schenkte er Patrick Knieps das Vertrauen.

TSG Sprockhövel: Patrick Knieps und das Lob der Rentner

„Natürlich ehrt mich das“

Christian Krumm
09. März 2009, 09:17 Uhr

Das war mutig! Vor der Saison verzichtete Sprockhövels Trainer Lothar Huber darauf, eine erfahrene Nummer eins zu holen. Stattdessen schenkte er Patrick Knieps das Vertrauen.

Das zahlte er auch zuletzt gegen die Zweitvertretung der Sportfreunde Siegen wieder zurück, als er mit einigen glänzenden Paraden den 1:0-Sieg sicherte. Dabei gab es nach dem Match gegen Siegen II nicht viel Grund für großen Optimismus. Vor allem im zweiten Durchgang zeigten die Sprockhöveler eine enttäuschende Leistung. Knieps: „Das war wirklich nicht souverän.“ Mit anderen Worten: Gegen stärkere Gegner muss man mehr bringen.

„Ein, zwei kleine Fehler macht man immer, aber insgesamt bin ich mit meinen Leistungen bis jetzt zufrieden“, kommentiert der Jungspund seine bisherigen Auftritte in der Westfalenliga.
Schon während der ersten 45 Minuten bekam Knieps Lob von einem Rentner auf der Tribüne: „Früher hatten wir immer Probleme mit den Torhütern. Aber dieser junge Kerl gefällt mir gut.“

Ein Kompliment, das auch an dem Torwart-Youngster nicht spurlos vorbei geht: „Natürlich ehrt mich das, man hört so etwas gerne.“

Im zweiten Jahr bei der TSG fühlt er sich nach wie vor pudelwohl: „Vorletzte Saison habe ich beim Wuppertaler SV kein Weiterkommen gesehen und bin zum Probetraining der TSG-A-Jugend gegangen. Man merkte sofort, dass alles passt.“ Sein Zusatz: „Natürlich war es schon zu dem Zeitpunkt mein Ziel, den Sprung in die erste Mannschaft zu schaffen.“

Das ist ihm eindrucksvoll gelungen. Fehlt nur noch der Aufstieg als vorläufiger Höhepunkt seiner Laufbahn. Knieps: „Wir sind nun ganz oben dran und wollen natürlich auch die Spitze erklimmen, die wir zumindest ein paar Tage besetzt hatten.“

Autor: Christian Krumm

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