Nachdem es im Kreis Moers am 14. Spieltag der Kreisliga A im Rahmen der Partie VfL Repelen gegen SC Rheinkamp zu einer folgenschweren Fehlentscheidung des Unparteiischen gekommen war, wird das Spiel nun wiederholt. Beim Stand von 1:0 für den Gast aus Rheinkamp hatte Schiedsrichter Stefan Verfürth auf Elfmeter für den VfL Repelen entschieden. Kurze Zeit später zappelte der Ball im Netz. Doch Verfürth hatte einen Regelverstoß beobachtet: Zwei Spieler waren zu früh in den Strafraum gelaufen. Was dann passierte, sorgt bei den Beteiligten noch immer für Wirbel und ist der Grund für die Neuansetzung des Spiels. Statt den Strafstoß wiederholen zu lassen, gab der Unparteiische einen Freistoß für den SC Rheinkamp und zog sich damit nicht nur den Zorn der Teams, sondern auch den des Fußballobmanns des Fußballkreises zu. Revierkick.de fragte bei den Mannschaften und Schiedsrichter Verfürth nach: [i]Was war da los?[/i]

Kreis Moers: Nach Fehlentscheidung - Partie muss wiederholt werden

Schiri führt neue Regel ein - Spiel wird wiederholt

Moritz Rieckhoff
01. Dezember 2006, 16:26 Uhr

Nachdem es im Kreis Moers am 14. Spieltag der Kreisliga A im Rahmen der Partie VfL Repelen gegen SC Rheinkamp zu einer folgenschweren Fehlentscheidung des Unparteiischen gekommen war, wird das Spiel nun wiederholt. Beim Stand von 1:0 für den Gast aus Rheinkamp hatte Schiedsrichter Stefan Verfürth auf Elfmeter für den VfL Repelen entschieden. Kurze Zeit später zappelte der Ball im Netz. Doch Verfürth hatte einen Regelverstoß beobachtet: Zwei Spieler waren zu früh in den Strafraum gelaufen. Was dann passierte, sorgt bei den Beteiligten noch immer für Wirbel und ist der Grund für die Neuansetzung des Spiels. Statt den Strafstoß wiederholen zu lassen, gab der Unparteiische einen Freistoß für den SC Rheinkamp und zog sich damit nicht nur den Zorn der Teams, sondern auch den des Fußballobmanns des Fußballkreises zu. Revierkick.de fragte bei den Mannschaften und Schiedsrichter Verfürth nach: [i]Was war da los?[/i]

Bereits einen Tag später legte der SV Repelen Protest gegen die Wertung des Spiels ein und hatte Erfolg. Am 7. Dezember muss der SC Rheinkamp, der das Spiel mit 2:0 für sich entschieden hatte, erneut um die schon sicher geglaubten Punkte spielen. Ein Umstand, der den Offizielen des VfL Repelen sehr zu passe kommt und dem Kontrahenten aus Rheinkamp die Zornesröte ins Gesicht treibt.

Wolfgang Jades (Fußballobmann Kreis Moers):

"Das ist eine ärgerliche Geschichte. Ich erwarte von jemandem der in der Landesliga gepfiffen hat und jetzt auch noch in der Bezirksliga pfeift, dass ihm so etwas nicht passiert. Seinen Fehler musste er ja zugeben. Nachdem die Repeler Protest eingelegt hatten, blieb ihm doch gar nichts anderes übrig."

Wilhelm Hoeschen (Seniorengeschäftsführer VfL Repelen):

"Der Schiedsrichter hat einen fragwürdigen Elfmeter für uns gepfiffen. Als der Ball im Netz zappelte hat der Unparteiische dann gepfiffen, weil zwei Spieler zu früh in den Strafraum gelaufen waren. Ich dachte, der lässt den Strafstoß jetzt wiederholen. Stattdessen hat er dann auf Freistoß für Rheinkamp entschieden. Ich habe ihn während und nach dem Spiel auf seinen Fehler aufmerksam gemacht, doch er blieb bei seiner Meinung und behauptete, er habe nach einer neuen Regel gepfiffen. Meines Wissens nach gibt es aber diesbezüglich keine neue Regel und ich habe bis jetzt niemanden gefunden, der diese Regel kennt."

Herbert Schulz (1.Vorsitzender SC Rheinkamp):

"Mich ärgert die Sache ungemein. Wir haben eben erst elf Punkte abgezogen bekommen, weil wir einen Spieler eingesetzt haben, der nicht spielberechtigt war. Jetzt kommt auch noch diese dumme Geschichte dazu. Das waren drei Punkte die wir uns auf dem Spielfeld erkämpft haben und um die wir jetzt erneut spielen. müssen. Natürlich müssen und möchten wir uns den Regeln und Statuten unterwerfen, aber momentan kommt es mir so vor als sind wir immer die Dummen".

Michael Kowalsky (Fußballobmann VfL Repelen):

"Ich habe den Schiedsrichter darauf aufmerksam gemacht, dass er einen Fehler gemacht hat. Er hatte das bis zum Verlassen der Platzanlage abgestritten."Das das Spiel jetzt wiederholt wird ist für uns natürlich gut. Ich verstehe, dass sich Rheinkamp ärgert, aber wir sind durch das nicht gegebene Elfmetertor auf die Verliererstraße geraten und der Schiedsrichter hat mit seiner Fehlentscheidung nun einmal maßgeblich zum Ausgang des Spiels beigetragen".

Stefan Verfürth (Schiedsrichter):

"Das ich da einen Fehler gemacht habe, ist ja nun mittlerweile kein Geheimnis mehr. Während des Spiels war ich überzeugt davon, richtig gehandelt zu haben. Zuhause habe ich dann noch einmal im Regelwerk nachgeschlagen. Mit Schrecken habe ich dann festgestellt, dass ich im Unrecht bin. Hätte der Torhüter den Ball gehalten, dann wäre meine Entscheidung regelgerecht gewesen. So war es ein Fehlentscheidung. Auch wenn ich noch recht jung bin, darf mir so etwas natürlich nicht passieren."

Autor: Moritz Rieckhoff

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