Gar nicht gastfreundlich behandelt fühlten sich die Kicker des SV Wanheim bei ihrem Auftriit bei RW S Lohberg, den sie mit 1:2 verloren.

BL 8 NR: Was war bei RWS Lohberg los?

..."sonst wäre sicher mehr passiert"

Heiko Gaeb
02. März 2009, 18:09 Uhr

Gar nicht gastfreundlich behandelt fühlten sich die Kicker des SV Wanheim bei ihrem Auftriit bei RW S Lohberg, den sie mit 1:2 verloren. "Das hatte mit Fußball nichts zu tun", erklärt Wanheim-Trainer Michael Roß wenn er an die Stimmung während und nach der Partie zurückdenkt.

"Besonders unser Spieler Hüseyin Murat stand unter Beschuss. Er bat mich sogar ihn auszuwechseln, weil er sich so unwohl auf dem Feld fühlte. Nach dem Spiel ging das Theater weiter. Dabei tat sich eine Zuschauergruppe, die hinter der Trainerbank war, besonders hervor. Auch ich durfte mir einige Beleidigungen anhören. Kaum jemand von uns hat dann da noch geduscht. Wir waren froh, dass wir weg konnten. Ein Glück, dass wir trotz allem so ruhig waren, sonst wäre sicher mehr passiert."

Ganz anders sieht sein Gegenüber Mahmt Tas die Dinge: "Das Spiel war hektisch und heiß, gar keine Frage. Der einzige Mann, der für Stress sorgte, war die Nummer zehn von Wanheim. Der Spieler hat sich mit jedem angelegt, mit den Zuschauern, dem Schiedsrichter und auch den Spielern, die er teils heftiggefoult hat. Ich habe ihm immer gut zugeredet und nach dem Abpfiff noch vom Platz begleitet. Da war aber alles ruhig. Nach dem Spiel haben wir uns alle abgeklatscht und dann war alles ok."

Desweiteren verweist der RWS-Coach auf die zalreichen Zuschauer, die sich zur Heimspielpremiere der Lohberger auf dem Aschenplatz, der eigentlich zum VfB Lohberg gehört und jetzt von den Rot-Weißen genutzt wird, eingefunden haben. "Da war auch viel Dinslakener Politik-Prominenz vor Ort und es hat allen sehr gut gefallen", beteuert Tas. Roß sagt dagegen: "Es waren circa 300 Zuschauer da, die durch ihr Auftreten für eine fiese Stimmung gesorgt haben. Ich habe so etwas jedenfalls noch nie erlebt, auch wenn ich natürlich weiß, dass es für den Gegner um jeden Punkt geht, kann ich so etwas nicht stillschweigend hinnehmen."

Autor: Heiko Gaeb

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