Karl-Heinz Wildmoser senior hat auf die Korruptionsaffäre um den Bau des neuen Münchner Fußball-Stadions reagiert und ist am Montagabend als Präsident des Bundesligisten TSV 1860 München zurückgetreten.

"Löwen"-Präsident Wildmoser senior abgetreten

15. März 2004, 21:48 Uhr

Karl-Heinz Wildmoser senior hat auf die Korruptionsaffäre um den Bau des neuen Münchner Fußball-Stadions reagiert und ist am Montagabend als Präsident des Bundesligisten TSV 1860 München zurückgetreten.

Nach zwölf Jahren hat Karl-Heinz Wildmoser senior sein Amt als Präsident des Bundesligisten TSV 1860 München zur Verfügung gestellt. Der ehemalige Boss der "Löwen" tritt als Folge der Korruptionsaffäre um den Bau des neuen Münchner Fußball-Stadions ab. Das bestätigte Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, gleichzeitig Aufsichtsratsmitglied bei 1860, nach einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung der ausgegliederten Fußball-Abteilung (GmbH & Co. KGaA) mit Wildmoser am Montagabend.

Karl Auer tritt Nachfolge an

Nachfolger wird nach Angaben der bayerischen Kultusministerin Monika Hohlmeier, die ebenfalls dem Gremium angehört, der Fleischwaren-Fabrikant Karl Auer. Auch dieser zählte bereits bisher wie sein künftiger "Vize", der ehemalige Kultusminister Hans Zehetmair, zum Aufsichtsrat.

Wildmoser, der in der Schmiergeldaffäre von seinem als Geschäftsführer der Stadion GmbH abberufenen und immer noch in Haft sitzenden Sohn Karl-Heinz Wildmoser junior entlastet worden war und nach drei Tagen das Gefängnis hatte verlassen können, hatte im Vorfeld seine generelle Bereitschaft erklärt, weiter als Präsident zu fungieren. Allerdings hatten unter anderem Ude und Bayern-Manager Uli Hoeneß unmissverständlich seine Ablösung gefordert.

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