Wayne Schlegel kennt man von „Alf“, der TV-Außerirdische hielt sich lange für diesen Versicherungsagenten von der Michigan Lebens- und Unfallversicherung.

Velbert: „Vitamin B“ und „essen wie ein Teufel“

Schlegel wie Jekyll and Hyde

02. März 2009, 10:37 Uhr

Wayne Schlegel kennt man von „Alf“, der TV-Außerirdische hielt sich lange für diesen Versicherungsagenten von der Michigan Lebens- und Unfallversicherung.

Das ist Andreas Schlegel nicht, er ist seit der Winterpause Keeper bei der SSVg Velbert, weil sich Patrick Deuss am Knie verletzte. „Ich habe eine Vereinbarung bis zum 30. Juni“, nickt der 20-Jährige, der in der Jugend von Fortuna Düsseldorf, KFC Uerdingen und Borussia Mönchengladbach lernte. „Momentan bin ich Nummer zwei, ich weiß nicht, was wird, wenn Patrick wieder gesund ist.“ Über Einsätze bei der „Zwoten“ wurde noch nicht gesprochen. „Kein Problem, ich bin für Praxis dankbar“, legt sich Schlegel fest, der zuletzt für BV 04 Düsseldorf spielte.

Der Kontakt zur SSVg kam über Torwart-Trainer Oliver Honée zustande. „Wir kennen uns länger, ich wurde eingeladen und dann ging alles schnell“, freut sich Schlegel. Wie es funktioniert, macht ihm gerade Julian Schmahl vor, der jetzt Nummer eins ist. „Er bringt gute Leistungen“, lobt Schlegel. „Ich bin davon überzeugt, dass sich das Team in der Restrunde unten rauskämpft.“

Mit Schlegel in der Warteschleife, der sich nach dem Fachabitur (Note 3,1) um eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich bemüht. „Das ist wichtig, ein Fußballtraum kann schnell vorbei sein.“ Vater Benno und Mama Inge machen nachvollziehbar Druck. „Mein Papa ist auch fußballverrückt, meine Mutter hat das gut im Blick.“

Und verhängte schon einmal eine Fußballauszeit, als die Noten absackten. „Das habe ich eingesehen“, bekennt der Wieder-Single („Frauen haben sich für die nächsten Monate für mich erledigt“). Also zählt die Jobsuche und die SSVg, „wo ich super aufgenommen wurde“. Julius Steegmann, Deuss und Erdal Eraslan waren ihm noch aus der Fortuna-Zeit bekannt.

Sobald Schlegel das Feld betritt, wird ein Hebel umgeschaltet: „Sonst bin ich ruhig, wenn ich spiele, geht es laut zu. So ein wenig wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde.“ Ansonsten hat der 1,93 Meter-Mann noch ein Ziel. „Zunehmen.“ Kein Wunder, mit 78 Kilos ist er von der schlanken Sorte. „Ich habe eine Schilddrüsenüberfunktion, kann essen wie ein Teufel und lege nicht zu.“ Alles nicht kritisch - Schlegel grinst: „Mein Arzt meinte, andere träumen genau davon.“

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren