Sarkastisch könnte man das Rundumversorgung nennen, was Kölns Ioannis Foukis im Testspiel gegen Idar-Oberstein passierte. Am Ende notierte der Grieche nicht nur einen Bruch der Mittelhand, sondern auch einen Abriss des vorderen Kreuzbands. „Alles in einer Aktion“, erinnert sich der 22-Jährige kopfschüttelnd.

Fortuna Köln: Pechvogel Foukis träumt von Iniesta und Chelsea

„Flipper bin ich nicht“

Oliver Gerulat
03. März 2009, 09:07 Uhr

Sarkastisch könnte man das Rundumversorgung nennen, was Kölns Ioannis Foukis im Testspiel gegen Idar-Oberstein passierte. Am Ende notierte der Grieche nicht nur einen Bruch der Mittelhand, sondern auch einen Abriss des vorderen Kreuzbands. „Alles in einer Aktion“, erinnert sich der 22-Jährige kopfschüttelnd.

„Erst das Knie, beim Sturz dann die Hand.“ Sein Fazit: „Wenn es nicht so bitter wäre, könnte man fast lachen.“

Die erste OP-Etappe hat der Sportstudent (Kölner Sporthochschule) überwunden. Im Vinzenz-Pallotti-Hospital in Bensberg wurde der Mittelhandbruch von Spezialisten ambulant behandelt. „Alles mit Vollnarkose“, erzählt Foukis. „Das hat knapp 30 Minuten gedauert. Der Knochen musste gerichtet werden.“ Am Ende der nächsten Woche steht im Kölner Eduardus Krankenhaus bei Dr. Christoph Bruhns die Operation am rechten Knie an. „Nach einer Woche kann ich die Hand wieder belasten. Das ist wichtig, weil ich mich sonst nicht mit Gehhilfen fortbewegen könnte.“

Der gebürtige Eitorfer muss nun nicht nur den weiteren Karriereverlauf neu planen. Auch über den Verlauf seiner weiteren wissenschaftlichen Lauftbahn muss sich der 1,77 Meter-Mann Gedanken machen. „Praxis-Seminare sind nicht möglich, also mache ich nur theoretische Sachen.“

Den obligatorischen Schwimm-Teil hat er erfolgreich absolviert. „So gerade geschafft, Flipper bin ich nicht“, lacht Foukis, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. Im April startet sein zweites Semester. Alles soll in Richtung Management und Kommunikation laufen. „Später im TV-Bereich zu arbeiten wäre super“, überlegt Foukis.

Vielleicht als erster griechischer Moderator des ZDF-Sportstudios. „Das wär‘ doch was“, grinst die Option für die linke defensive und offensive Außenbahn.

Fit zu werden, ist das wichtigste Ziel, Träume darf man aber haben: So möchte der ehemalige Bonner einmal gegen Chelsea London („geiler Verein“) im Südstadion spielen, oder einmal an der Seite von Andrés Iniesta („toller Spieler“), zentraler Mittelfeldakteur des FC Barcelona, auflaufen. Sein Freundin Sandra wird ihn an die Realität erinnern, die Sporttherapeutin „habe ich in der Reha bei einer anderen Verletzung kennengelernt“. Wie passend.

Autor: Oliver Gerulat

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren