In der Rückrunde läuft es für Bayer Leverkusen bisher gar nicht zusammen. Nur zwei magere Punkte haben die Rheinländer nach der Winterpause sammeln können. Heute um 15:30 Uhr gastiert Bayern München in die BayArena.

Sorgenkind Leverkusen empfängt Bayern München

06. März 2004, 09:05 Uhr

In der Rückrunde läuft es für Bayer Leverkusen bisher gar nicht zusammen. Nur zwei magere Punkte haben die Rheinländer nach der Winterpause sammeln können. Heute um 15:30 Uhr gastiert Bayern München in die BayArena.

Bayern München ist am 23. Spieltag einmal mehr gefordert. Die Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld muss in Leverkusen siegen, um den Anschluss an Tabellenführer Werder Bremen zu halten. Alles andere wäre aus Sicht von Münchens Trainer Ottmar Hitzfeld fatal, "denn man muss davon ausgehen, dass Bremen gewinnt". Der ehemalige Leverkusener Michael Ballack warnt jedoch vor seinem Ex-Klub: "Angeschlagene Boxer sind immer gefährlich. Wir dürfen nur auf uns schauen, wollen wir den Abstand verkleinern."

Die in der Rückrunde noch sieglosen Rheinländer sorgen derzeit mehr durch interne Querelen als sportliche Leistungen für Aufsehen. Das soll sich schlagartig ändern. "Was gibt es Schöneres, als gegen die Bayern zu gewinnen. Da braucht man vor dem Spiel nicht viel zu sagen. Nur soviel: Wir können die Bayern nicht mit Kabinettstückchen wegzaubern. Wir müssen kratzen und beißen - nicht nur in diesem Spiel", sagte Trainer Klaus Augenthaler. Zur Erinnerung: Das 2:1 über den Rekordmeister aus München in der vergangenen Saison ging als eines der Spiele mit den meisten Fouls in die fast 41-jährige Geschichte der Bundesliga ein.

Dortmund empfängt Stuttgart zum "Sechs-Punkte-Spiel"

Bei einer weiteren Pleite drohen die Leverkusener den fünften Rang an Borussia Dortmund zu verlieren, sollten die Westfalen ihr "Sechs-Punkte-Spiel" gegen den schwächelnden Tabellendritten VfB Stuttgart gewinnen. Trainer Matthias Sammer versuchte die Mannschaft während der Woche von den Schlagzeilen um die dramatische finanzielle Situation des Traditionsklubs und eventuelle Spielertransfers fernzuhalten. "Doch von gewissen Dingen kann man sich nicht freimachen. Hochbezahlte Profis haben auch Gefühle", erklärte der BVB-Coach.

Das Westfalenstadion wird mit 83.000 Zuschauern ausverkauft sein. Die Fans scheinen die alarmierenden Bilanzen (noch) nicht zu beunruhigen. Sie glauben wie die Mannschaft an die Chance, die Teilnahme an der lukrativen Champions League noch schaffen zu können. "Deshalb erwarte ich, dass wir unsere Aufgabe vor dieser Kulisse und auf einem neuen Rasen erfüllen", fordert Sammer und erwartet "einen Tanz auf der Rasierklinge". Die Stars wissen nur zu genau: Ein Sieg würde Perspektiven eröffnen, die noch vor vier Wochen als undenkbar galten.

Bochum erhofft sich Ruhe nach dem Sturm

Beim derzeitigen Vierten aus Bochum sorgte die "Kopfnuss" und anschließende Suspendierung von Sunday Oliseh für erhebliche Turbulenzen. "Ausreden lasse ich nicht gelten. Ich verlange, dass wir so auftreten, dass anschließend niemand mehr über den Vorfall spricht", sagte VfL-Coach Peter Neururer, der seinen Vertrag am Donnerstag vorzeitig bis 2007 verlängerte, vor dem Gastspiel bei Hertha BSC Berlin.

Bei den abstiegsbedrohten Hauptstädtern, die nur zwei von zehn Heimspiele gewinnen konnten, ordnete Trainer Hans Meyer sogar ein Geheimtraining im Olympiastadion an, um seine Spieler noch mehr an die Örtlichkeiten zu gewöhnen. Die Berliner hoffen natürlich auf Ausrutscher der mitgefährdeten Konkurrenz.

Bundesligist Schalke 04 muss unterdessen längere Zeit auf Nationaltorwart Frank Rost verzichten. Der 30-Jährige erlitt im Abschlusstraining am Freitag einen Außenbandriss im Knie. Voraussichtlich wird Trainer Jupp Heynckes Ersatztorhüter Volkan Ünlü das Vertrauen schenken.

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