Aufsichtsratsvorsitzender Werner Altegoer hat eine Rückkehr des Nigerianers Sunday Oliseh ins Team des VfL Bochum kategorisch ausgeschlossen. Laut Altegoer ist

Bochum schließt Oliseh-Comeback aus

beb
02. März 2004, 14:09 Uhr

Aufsichtsratsvorsitzender Werner Altegoer hat eine Rückkehr des Nigerianers Sunday Oliseh ins Team des VfL Bochum kategorisch ausgeschlossen. Laut Altegoer ist "in der Gemeinschaft des VfL für ihn kein Platz mehr."

Das Kapitel Sunday Oliseh ist für den VfL Bochum offenbar tatsächlich für immer abgeschlossen. Werner Altegoer, Aufsichtsratsvorsitzender beim Bundesligisten, hat eine Rückkehr des Mittelfeldspielers zum Tabellen-Vierten kategorisch ausgeschlossen. "Ich habe Oliseh als netten, höflichen und zielstrebigen Menschen kennen gelernt. Aber nach solch einem Vorfall kann es an der Konsequenz keinen Zweifel geben. Wir wünschen ihm alles Gute, aber in der Gemeinschaft des VfL ist für ihn kein Platz mehr", sagte der VfL-Boss. "Dieser Vorfall passt nicht in unsere Welt. Eine derartige Form der Auseinandersetzung habe ich für unmöglich gehalten. Aber wir müssen das jetzt verarbeiten."

Oliseh hatte am Samstag nach dem Spiel gegen Hansa Rostock (0: 0) in der Kabine seinem Mitspieler Vahid Hashemian mit einem Kopfstoß das Nasenbein gebrochen und war am Montag "von seinen arbeitsrechtlichen Verpflichtungen freigestellt" worden. "Die Mannschaft ist geschockt und braucht Zeit, um das wegzustecken", sagte Kapitän Dariusz Wosz.

Hashemian fällt gegen Hertha definitiv aus

Hashemian kann sich derweil der Unterstützung des Teams vollkommen sicher sein. "Ich habe gesagt, dass die Mannschaft entscheiden muss, und sie hat entschieden", meinte der Iraner, der nach dem Zwischenfall zweimal mit Oliseh telefonierte, dessen Entschuldigung akzeptierte und auf rechtliche Schritte verzichtete. Der Iraner wird im kommenden Spiel bei Hertha BSC Berlin am kommenden Samstag (15.30 Uhr) definitiv ausfallen. Der Stürmer, dessen Nase am Samstagabend im Bochumer Marienhospital gerichtet werden musste, hofft auf einen Einsatz in knapp zwei Wochen beim Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach.

Bis dahin ist Trainer Peter Neururer mehr denn je als Psychologe gefordert. "Unsere großartige Gemeinschaft, die auch zu Recht immer so dargestellt worden ist, steht auf dem Prüfstand. Wir müssen jetzt versuchen, aus dieser Situation Stärke zu ziehen, was nicht einfach wird", sagte der VfL-Trainer.

Autor: beb

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