Ein Mann, ein Wort. Als Dariusz Wosz in der Winterpause erklärte, dass er in der Rückrunde

VFL BOCHUM - Wosz wieder mit sich versöhnt

gp
26. Februar 2004, 12:00 Uhr

Ein Mann, ein Wort. Als Dariusz Wosz in der Winterpause erklärte, dass er in der Rückrunde "aufdrehen" wolle, da zuckten nicht nur viele Fans ungläubig mit den Schultern.

Ein Mann, ein Wort. Als Dariusz Wosz in der Winterpause erklärte, dass er in der Rückrunde "aufdrehen" wolle, da zuckten nicht nur viele Fans ungläubig mit den Schultern.

Die einstige Zaubermaus nämlich war in der Hinrunde ein einziges Rätsel. Seine Form nicht immer stabil und selten war er richtig fit. Wosz: "Ich hatte ein schlimmes halbes Jahr hinter mir. Bin durch kleine Verletzungen zurückgeworfen worden. Dadurch war ich selbst nicht zufrieden." Doch nachdem die Vorbereitung optimal lief, knüpft der Kapitän mehr und mehr an seine besten Zeiten im VfL-Trikot an. Leverkusen war da der bisherige "Saison-Höhepunkt". Wosz: "Das Freistoßtor hat mir zusätzliche Sicherheit gegeben. Es war wie eine Befreiung. Das war für mich persönlich auch unheimlich wichtig."

Doch es war nicht nur das Tor, das die VfL-Fans in Verzückung geraten ließ. Der Zuckerpass auf Paul Freier oder die Vorbereitung des 3:1 durch Momo Diabang waren beste Fußballkost. Wosz: "Das war für uns als Team wichtig, dass wir auch auswärts guten Fußball gespielt haben. Manchmal war ich während der Partie selbst überrascht. So etwas bringt natürlich Selbstvertrauen."

Auch wenn Wosz glaubt, dass die Mannschaft ähnliche Qualitäten hat wie die, die sich im Sommer 1997 für den UEFA-Cup qualifizieren konnte, mag er das Thema "europäischer Wettbewerb" nicht übertrieben thematisieren. Wosz: "Wir dürfen uns jetzt nicht den Spaß am Fußball nehmen, indem wir künstlich einen Druck erzeugen, der überhaupt nicht notwendig ist."

Und deshalb spricht er vor dem Rostock-Spiel auch gar nicht von dem vermeintlichen Angstgegner, der nur eine der letzten zehn Begegnungen gegen Bochum verlor. Wosz: "Wie wir gegen Hansa spielen, hängt nicht vom Gegner, sondern ausschließlich von uns ab. Machen wir den gleichen Druck wie zuzletzt gegen die Bayern, werden wir Rostock besiegen."

An das letzte Match gegen Rostock zu Hause mag er sich nicht gern erinnern. Nur eines ist ihm haften geblieben: "Dass uns Fans nach einer Niederlage minutenlang gefeiert haben, das habe ich noch nie erlebt." Wosz übrigens verfügt gegen Hansa Rostock über eine private Bilanz, die sich deutlich von der des Clubs abhebt. Der Kapitän des VfL nämlich gewann acht von elf Partien gegen Rostock. Außerdem ist er der einzige Akteur im Team, der gegen Hansa im Ruhrstadion schon mal einen Treffer erzielte.

Autor: gp

Kommentieren