Frings wurde niemandem angeboten

20. Februar 2004, 17:03 Uhr

Nationalspieler Torsten Frings ist von Borussia Dortmund nicht wie angenommen ohne sein Wissen einem anderen Verein zum Verkauf angeboten worden. Das ergab ein Gespräch mit Michael Meier und Michael Zorc.

Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc und BVB-Manager Michael Meier haben Torsten Frings in einem Gespräch erklärt, dass der Nationalspieler nicht wie vermutet einem anderen Verein zum Verkauf angeboten worden ist, um die finanziellen Probleme des BVB zu lindern. Das erklärte der Nationalspieler nach dem Gespräch mit den Dortmunder "Machern".

Der frühere Bremer war zuletzt verstärkt mit dem deutschen Meister Bayern München in Verbindung gebracht worden und hatte sich verstimmt gezeigt, dass ihn die Borussia zur Minderung der Finanznöte abgeben wolle ("Wenn sie mich verkaufen wollen, sollen sie es sagen").

Abendessen als Entschuldigung

"Ich war genervt von den ständigen Fragen nach der Situation bei Borussia Dortmund und wollte mit meinen Aussagen auf keinen Fall den Verein oder die Vereinsführung attackieren", erklärte Frings am Freitag. Der 27-Jährige will sich mit einer Einladung zum gemeinsamen Abendessen bei der Mannschaft für seine Aussagen entschuldigen.

Frings war nicht der einzige BVB-Profi, dem Kontakte zum FC Bayern nachgesagt wurden. Nach Aussagen des Bayern- Vorstandsvorsitzendem Karl-Heinz Rummenigge sollen BVB-Präsident Gerd Niebaum und Meier seinem Verein den Brasilianer Dede zum Verkauf angeboten haben.

Koller und Rosicky wurden gehandelt

Zuvor waren bereits die tschechischen Nationalspieler Tomas Rosicky und Jan Koller an der Transferbörse gehandelt worden. Mittelfeldspieler Rosicky war in der Winterpause schon als Zugang beim englischen Traditionsklub FC Chelsea im Gespräch, allerdings ließ sich der Wechsel kurzfristig nicht realisieren.

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