Das, was sich in der Eishalle am Westbahnhof am vergangenen Freitag abspielte, hätte allemal ausreichend Aufmerksamkeit verdient. Immerhin gelang den Moskitos Essen mit  dem Sieg gegen den Spitzenreiter aus Hügelsheim allemal eine kleine Sensation.

Moskitos Essen: Treffen nach Fanrandale

Etatplanung steht

Aaron Knopp
19. Februar 2009, 15:12 Uhr

Das, was sich in der Eishalle am Westbahnhof am vergangenen Freitag abspielte, hätte allemal ausreichend Aufmerksamkeit verdient. Immerhin gelang den Moskitos Essen mit dem Sieg gegen den Spitzenreiter aus Hügelsheim allemal eine kleine Sensation.

Umso bedauerlicher, dass der sportliche Erfolg im Rückblick ein wenig in den Hintergrund rückt. Denn vor der Eishalle eskalierte der lange schwelende Konflikt zweier Fangruppierungen in einer handfesten Auseinandersetzung, die nicht ohne Konsequenzen blieb. Da auch der Betreiber des Fanforums mit der Auseinandersetzung konfrontiert war, zog dieser wenig später die Konsequenzen und legte die Internetpräsenz kurzerhand still.

ESC-Präsident Frank Dittmann will sich zu den Vorkommnissen vorerst nicht äußern: „Ich habe das in der Halle gar nicht so mitbekommen. Nur, dass sich vor der Halle eine Menschentraube gebildet hat. Was dort vorgefallen ist, kann ich daher nicht sagen.“

Am gestrigen Mittwochabend beraumten Fanvertreter jedoch kurzfristig ein Treffen an, auch Dittmann kündigte seine Teilnahme und mögliche Konsequenzen an: „Ich bin mit der Problematik schon einmal konfrontiert worden, da geht es um einen Streit zwischen der Young Generation Essen und einem anderen Fanclub. Richtig verstanden habe ich es aber auch nicht und bin daher etwas verzeifelt über diesen Konflikt. Sollte am Freitag jemand handgreiflich geworden sein, wird er sicherlich mit einem Stadionverbot rechnen müssen, viel mehr kann ich zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht sagen.“

Dafür ist die Saisonplanung 2009/10 schon recht weit gediehen. „Die Etatplanung steht“, erklärt der 1. Vorsitzende. Und das Budget wird über dem der jetzigen Spielzeit liegen, so viel steht bereits fest. „Nicht riesig viel höher, aber schon ein bisschen - wir müssen ja auch nicht mehr so viele Schulden abbezahlen.“

Daher kann sich die Sportliche Leitung nun schon auf die Suche nach geeigneten Verstärkungen machen. Das große Aufrüsten wird jedoch hinten angestellt: „Wir haben sicherlich gesehen, dass uns in der ein oder anderen Situation die Erfahrung fehlt, aber wir wollen trotzdem den Weg, der uns erfolgreich gemacht hat, weitergehen. Und dass wir so günstig Verstärkungen wie André Grein bekommen, ist ohnehin nicht zu erwarten. Wir wollen uns aber so aufstellen, dass wir die Play-offs im nächsten Jahr auf jeden Fall erreichen und dann mal schauen können.“

Autor: Aaron Knopp

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