Als Christian Petereit zuletzt den RevierSport aufschlug, freute er sich. Sein Coach Gerd Kleppinger ließ verlauten, dass er dem 20-Jährigen den Sprung in die Bundesliga zutraut.

SCHALKE (A): "Petke" vor Sprung in die Bundesliga

hg
17. Februar 2004, 10:14 Uhr

Als Christian Petereit zuletzt den RevierSport aufschlug, freute er sich. Sein Coach Gerd Kleppinger ließ verlauten, dass er dem 20-Jährigen den Sprung in die Bundesliga zutraut.

Als Christian Petereit zuletzt den RevierSport aufschlug, freute er sich. Sein Coach Gerd Kleppinger ließ verlauten, dass er dem 20-Jährigen den Sprung in die Bundesliga zutraut. Dennoch hebt "Petke" nicht ab: "Ich hoffe natürlich, dass er Recht hat", sagt der Abwehrrecke bescheiden. Doch auch er denkt viel darüber nach. "Ich werde weiter Gas geben und bin zuversichtlich, dass ich auch meine Chance bekomme", gibt der Abiturient (Schnitt: 3,3) zu Protokoll.

Der Optimismus verwundert nicht, schließlich ist Jupp Heynckes, der Schalker Erstliga-Coach, bekannt dafür, dass er auch den Talenten seine Aufmerksamkeit schenkt. "Das ist natürlich noch einmal eine besondere Motivation, wenn man sieht, dass Spieler wie Kläsener, Hanke oder Delura schon zu Bundesliga-Einsätzen gekommen sind", erzählt Petereit. Der "RnB"-Fan jedoch muss noch ein wenig darauf warten. "Ich durfte schon zwei Mal bei den Profis mittrainieren und bin in der Vorbereitung auf zwei Kurzeinsätze gekommen", zählt er auf. "Mit Heynckes habe ich mich allerdings noch nicht lange unterhalten."

Doch der Defensiv-Mann hat Geduld. Er ist sich seiner Stärken bewusst ("ich lebe von meinem Einsatz und meinem guten Zweikampfverhalten"), weiß aber auch, wo er sich noch verbessern muss. "Im Abschluss muss ich noch arbeiten. Mein Schuss ist nicht gut genug", analysiert der gebürtige Essener - wohlwissend, dass Heynckes auf offensive Verteidiger mit Mut zur Selbstkritik steht.

Seit er 1995 von den Sportfreunden Katernberg zu den Königsblauen wechselte, entwickelte er sich stetig weiter. Vor knapp zwei Jahren dann jedoch ein herber Rückschlag: Petereit hatte Diabetes. "Das war eine harte Zeit. Ich habe überlegt, ob ich mit Fußball aufhöre, weil es schwierig ist, mit dieser Krankheit zu spielen", blickt der 1,89 Meter große Akteur zurück. Mittlerweile hat er sich jedoch mit der Situation arrangiert: "Die Werte müssen immer stimmen, sonst merke ich das auch konditionell. Ich achte immer darauf und habe weiterhin Spaß am Kicken." Einen Vorteil hat das Ganze sogar: "Ich bin ausgemustert worden und muss nicht zur Bundeswehr. Also kann ich mich total auf den Sport konzentrieren", erklärt der Manndecker, der demnächst ein BWL-Fernstudium beginnen will. Dass ihn die Zucker-Krankheit nicht umwirft, hätte man sich denken können: "Ich bin eine echte Kämpfernatur", sagt Petereit über sich selbst. Ideale Voraussetzungen für die Bundesliga.

Autor: hg

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