Am kommenden Sonntag muss sich Matthias Sammer mit großer Wahrscheinlichkeit mit einem angenehmen Luxusproblem herumschlagen. Langsam aber sicher melden sich immer mehr zuvor Verletzte bei ihm einsatzbereit zurück.

BVB: Das Luxusproblem für Sammer

rk
13. Februar 2004, 10:41 Uhr

Am kommenden Sonntag muss sich Matthias Sammer mit großer Wahrscheinlichkeit mit einem angenehmen Luxusproblem herumschlagen. Langsam aber sicher melden sich immer mehr zuvor Verletzte bei ihm einsatzbereit zurück.

Am kommenden Sonntag muss sich Matthias Sammer mit großer Wahrscheinlichkeit mit einem angenehmen Luxusproblem herumschlagen. Langsam aber sicher melden sich immer mehr zuvor Verletzte bei ihm einsatzbereit zurück und ausgerechnet nach der ordentlichen Vorstellung in Wolfsburg muss der Coach intensiv überlegen, wen er in München von Anfang an auf die Punktejagd schickt und wen nicht. "Eva ist am weitesten, obwohl er am längsten weg war", deutet der 36-Jährige an, dass der Brasilianer Evanilson unmittelbar vor seinem Comeback steht.

Darauf ist auch Leonardo Dede heiß, der nach zwei weiteren Wochen des Wartens endlich wieder Bundesligaluft schnuppern will: "Alles klar, ich kann bei 1860 spielen." Sagt er, sein Coach ging aber lieber auf Nummer sicher und ließ ihn am gestrigen Morgen nicht in der Soccer World trainieren, sondern am Rabenloh seine Runden drehen. Beim anschließenden Testspiel durfte er dann aber ran. Das Rückkehr-Trio könnte Ahmed Madouni komplettieren, da auch der Franzose wieder am Mannschaftstraining teilnimmt.

Wie natürlich auch Tomas Rosicky, der seine Gelb-Rot-Sperre abgebrummt hat. Trotzdem hat es der Tscheche zur Zeit nicht leicht, da ausgerechnet ohne ihn der erste Sieg im elften Spiel hintereinander eingefahren wurde. "Es kann um ihn keine Diskussion geben. Wir sind mit ihm Deutscher Meister geworden, wir haben mit ihm ein europäisches Endspiel erreicht. Ich bin dankbar, dass mir am Sonntag in München ein guter Spieler mehr zur Verfügung stehen wird", bricht Matthias Sammer ein Lanze für seinen Mittelfeldspieler, "Tomas gehört in die Mannschaft." Im Nachsatz lässt sich der Coach aber eine kleines Hintertürchen auf: "Zu einer Mannschaft gehören 16 bis 18 Spieler."

Trotzdem wird "Mozart" im Olympiastadion sein Fußballkonzert abhalten, aber wer soll weichen? "Petrov wird sich lange an ihn erinnern. Sagenhaft wie der Junge hinten ausgeholfen hat", lobt der Dortmunder Fußballlehrer Davis Odonkor über den grünen Klee. Das ist allerdings nicht immer ein gutes Zeichen, wie seit letztem Samstag Lars Ricken weiß. Dem klingelten im Vorfeld des Wolfsburg-Matches auch die Ohren von den positiven Worten des Trainers und dann landete er zunächst auf der Bank.

Da dürfte Guy Demel Platz nehmen, wenn Ahmed Madouni topfit ist, da er bei den Wölfen wenig überzeugte. Und sonst? Niclas Jensen zeigte sich endlich in Bestform und jetzt sitzt ihm Leonardo Dede im Nacken. Stefan Reuter ist eine Institution, momentan auf rechts. Aber da will wieder Evanilson hin. Dennoch wird einiges zu relativieren sein, da Matthias Sammer bekannt dafür ist, nicht allzu große Änderung vorzunehmen, zumal wenn das Team zuvor siegreich war.

Autor: rk

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