Zum insgesamt achten Mal traf sich an den vergangenen beiden Wochenenden die versammelte Polarsoccer-Weltspitze auf dem Essener Kennedyplatz, um den Weltmeistertitel 2009 auszuspielen. In einem packenden Turnier vor insgesamt über 8.000 begeisterten Zuschauern sicherten sich am Ende die „Allbau Icefreaks“ ihren Premieren-Titel, nachdem sie sich in einem spannenden Finale durch ein Golden Goal mit 5:4 gegen Team „Holz On Ice“ durchsetzen konnten.

Polarsoccer-Cup: „Icefreaks“ holen WM-Titel

8.000 Zuschauer sorgen für Rekord

Matthias Dersch
19. Februar 2009, 16:57 Uhr

Zum insgesamt achten Mal traf sich an den vergangenen beiden Wochenenden die versammelte Polarsoccer-Weltspitze auf dem Essener Kennedyplatz, um den Weltmeistertitel 2009 auszuspielen. In einem packenden Turnier vor insgesamt über 8.000 begeisterten Zuschauern sicherten sich am Ende die „Allbau Icefreaks“ ihren Premieren-Titel, nachdem sie sich in einem spannenden Finale durch ein Golden Goal mit 5:4 gegen Team „Holz On Ice“ durchsetzen konnten.

„Wir sind mehr als zufrieden. Es war ein tolles Turnier, das einen verdienten Sieger gefunden hat“, zieht Uwe Loch vom Veranstalter Pureum ein durchweg positives Fazit, und betont zugleich: „Alle Mannschaften haben mir bestätigt, dass es eine Riesenfreude war, hier mitzumachen. Denn der Wettkampf war, obwohl es ja um viel geht, zu jeder Zeit sehr fair.“

Aber was ist eigentlich Polarsoccer? Beim weltweit einzigen Turnier dieser Art wird Fußball tatsächlich auf Eis gespielt. An den Füßen haben die Akteure dabei allerdings nicht etwa Schlittschuhe, sondern ganz normale Straßenschuhe – mit glatter Sohle. Entsprechend rutschig gestaltet sich die Angelegenheit, bei der der Schutz der Spieler neben dem Spaß an erster Stelle steht.

„Sport ist Mord“ gilt beim Polarsoccer nämlich nicht, wie Loch bestätigen kann: „Der Malteser Hilfsdienst hatte an allen vier Turniertagen kaum etwas zu tun. Das einzige Pflaster ging an mich.“

Eingepackt in eine volle Eishockeyausrüstung samt Schutzhelm und Handschuhen kämpften die Teams gut geschützt um den orangefarbenen Ball -immer angeheizt vom Publikum, das aufgrund der kurios aussehenden Aktionen auf dem Eis nicht selten von krampfartigen Lachanfällen heimgesucht wurde. Dabei half, dass Treffer trotz des hohen Schwierigkeitsgrads beim Polarsoccer – anders als beim „normalen“ Fußball – nahezu garantiert sind. Ein Keeper kommt auf dem Eis nämlich nicht zum Einsatz und so kann es durchaus vorkommen, dass ein Schuss auf den gegnerischen Kasten letztlich im eigenen Gehäuse landet.

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/010/678-11073_preview.jpeg Beim Polarsoccer-Cup geht es meistens rutschig zur Sache (Foto: Pureum).[/imgbox]

Welch große Anziehungskraft der Radio Essen Polarsoccer-Cup inzwischen auf die Hobby-Kicker im Ruhrgebiet ausübt, veranschaulichen die Anmeldezahlen. 2002 war das Feld noch auf 16 Teilnehmer beschränkt, schon 2004 wurde es auf 54 Sechser-Teams aufgestockt.

Auch in diesem Jahr kämpften 54 Mannschaften um den offiziellen WM-Titel. Das Teilnehmerfeld hätte allerdings locker vervierfacht werden können, so viele Anmeldungen lagen den Organisatoren vor. Und auch die Zuschauerzahl erklomm ein neues Rekordmaß. „Wir hatten weit über 8.000 Besucher und konnten damit die Zahlen aus den Vorjahren noch einmal toppen“, rechnet Loch zufrieden vor. Einer neunten Auflage im Jahr 2010 steht deshalb nichts im Wege.

Autor: Matthias Dersch

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