Lisztes kehrt Werder den Rücken zu / Mit Ailton und Krstajic zu Schalke?

03. Februar 2004, 16:34 Uhr

Mit Krisztian Listzes verlässt erneut ein Stammspieler am Saisonende den Bundesligisten Werder Bremen. Nach Mladen Krstajic und Ailton ist Lisztes damit bereits der dritte scheidende Leistungsträger.

Der Ungar Krisztian Lisztes hat das letzte Angebot des SV Werder Bremen am Dienstag abgelehnt und verlässt den Tabellenführer zum Saisonende ablösefrei. Neben Ailton und Mladen Krstajic, die nächste Saison für Schalke 04 auflaufen, verliert Werder bereits den dritten Stammspieler.

"Ich will den Vertrag meines Lebens"

"Wir haben ihm ein für unsere Verhältnisse sehr gutes Angebot gemacht", sagte Werders Sportdirektor Klaus Allofs, "leider hat er andere Vorstellungen." Angeblich werben unter anderem der AC Perugia und Sampdoria Genua um den 27 Jahre alten Mittelfeldspieler. "Ich bin Stammspieler, ich kenne meinen Wert", hatte Lisztes erklärt. "Der nächste Vertrag muss der Vertrag meines Lebens sein.", so der Mittelfeldspieler weiter. Sportdirektor Klaus Allofs bedauerte die Entscheidung des Ungarn: "Als er 2001 vom VfB Stuttgart zu uns kam, hatte er dort nicht die Anerkennung wie jetzt bei uns. Er ist in Bremen Stammspieler und fester Bestandteil der Mannschaft geworden."

Zu weiteren Gehaltsnachbesserungen über das vorgelegte Angebot hinaus war der Klub aber nicht bereit, obwohl Werder bereits Ailton und Krstajic aus finanziellen Gründen zu Schalke 04 ziehen lassen musste. "Irgendwann kommt der Punkt, wo man sich entscheiden muss. Es geht dabei nicht mehr um einen Euro mehr oder weniger. Wir wissen jetzt, was los ist und werden uns auf dieser Position weiter umsehen." In dem Finnen Pekka Lagerblom, der am Samstag sein Bundesligadebüt feierte, hatte der Verein bereits in der Winterpause einen potenziellen Ersatz gefunden.

HSV buhlt um Klasnic

Noch keine Klarheit gibt es bei Ivan Klasnic, der ebenfalls noch in Verhandlungen um eine Vertragsverlängerung steht. Der Stürmer wird unter anderem heftig vom Hamburger SV umworben. "Mit Ivan haben wir noch nicht so oft und lange gesprochen wie mit Lisztes", sagte Allofs, "aber auch bei ihm wird irgendwann der Moment kommen, wo wir auf eine Entscheidung drängen."

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