Es war vor dem Match eine kleine Überraschung.

RWO: Gegen St. Pauli schlug die Stunde von Christopher Nöthe

Glanzpunkte als Vorbereiter

Christian Brausch
15. Februar 2009, 11:07 Uhr

Es war vor dem Match eine kleine Überraschung.

Nach zuletzt zwei Nullnummern entschied sich RWO-Coach Jürgen Luginger für einen Wechsel in der Offensivformation. Auf der Bank blieben Julian Lüttmann und Benjamin Schüßler. Dafür rückten Mike Terranova nach seiner Gelbsperre und Christopher Nöthe in die erste Elf.

Und für den Neuzugang aus Dortmund war es die erste Partie im Dress der Oberhausener von Beginn an. Eine Knieverletzung und eine Schulterblessur warfen den Angreifer lange zurück. Jetzt schlug Nöthes Stunde. Und das Fazit fällt eindeutig aus: Der Stürmer zeigte, warum man sich seine Dienste gesichert hat. Speziell mit dem Rücken zum gegnerischen Tor konnte der 21-Jährige Glanzpunkte setzen.
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Besonders die Vorarbeit aus der Drehung auf Mike Terranova vor dem 2:0 war herrlich anzusehen. Daher strahlte Nöthe auch nach dem Abpfiff: „Wir haben verdient gewonnen, waren lange klar überlegen. Und natürlich habe ich mich sehr gefreut, dass ich von Anfang an dabei sein durfte. Ich war heiß nach der langen Pause auf das Zusammenspiel mit der Mannschaft.“ Das gleich Appetit auf mehr machte, wobei man merkte, noch hat Nöthe keine Kraft für 90 Minuten: „Nach 70 Minuten waren die Kräfte runter gefahren. Gut, dann so einen Mann wie Julian Lüttmann bringen zu können.“

Lob für den Kollegen, ein paar nette Worte gab es aber auch für Nöthe. Und zwar von Trainer Jürgen Luginger: „Christopher hat lange nicht auflaufen können. Daher war das eine gute Partie von ihm. Er hat die Bälle klasse abgeschirmt und in die Räume gelegt. Trotzdem ist er noch nicht bei 100 Prozent.“
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Was heißt, dass man noch mehr vom Ex-Borussen erwarten kann. Und wenn er das auch zeigt, dann wird es bald keine staunenden Gesichter mehr geben, wenn Nöthe in der ersten Elf auftaucht. Am Freitag war das noch anders: „Ich habe es erst erfahren, als der Coach den Zettel umgedreht hat. Man rechnet sich zwar immer was aus, trotzdem war ich etwas überrascht.“

Was auch auf das gegenseitige Verständnis im Angriff zutraf. Denn mit Markus Heppke und Mike Terranova hat Nöthe noch nicht zusammen agiert: „Trotzdem hat es gut geklappt und Spaß gemacht“, kann sich der Offensive weitere Auftritte des Dreigestirns vorstellen, „wir haben schön kombiniert, das hat gepasst.“ Und nach der Auswechselung holte sich Nöthe dann den verdienten Applaus ab. Und der ging runter wie Öl: „Das hat mich gefreut, daher kann man jetzt sehr zufrieden nach vorne schauen.“

Autor: Christian Brausch

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