BVB-Manager Michael Meier hat in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung zugegeben, dass es problematisch werden könnte, die Saison zu Ende zu finanzieren. Nur durch zusätzliche Erlöse sei dies machbar.

Meier gibt finanzielle Schwierigkeiten zu

27. Januar 2004, 19:53 Uhr

BVB-Manager Michael Meier hat in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung zugegeben, dass es problematisch werden könnte, die Saison zu Ende zu finanzieren. Nur durch zusätzliche Erlöse sei dies machbar.

Zu den Auswirkungen der finanziellen Probleme von Bundesligist Borussia Dortmund hat Manager Michael Meier Stellung bezogen. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung (Mittwoch-Ausgabe) hat Meier erstmals eingeräumt, dass Dortmund möglicherweise Probleme haben könnte, die Saison zu Ende zu finanzieren. Meier sagte, die laufende Saison sei nur "mit zusätzlichen Effekten, wie etwa Transfererlösen oder zusätzlichen Marketingerträgen" finanzierbar.

"Vielleicht zu viel investiert"

Meier gab zu, dass der drohende Verlust von 50 Millionen Euro für das laufende Geschäftsjahr auf die hohen Ausgaben für Spieler zurückzuführen sei: "Vielleicht haben wir zum falschen Zeitpunkt zu viel in Spieler investiert." Man habe das Risiko aber in Kauf genommen, um die Spiele in der Champions League zu erreichen: "Wer den Ehrgeiz hat, auf dieser Klaviatur mitzuspielen, muss das Risiko akzeptieren."

In der laufenden Saison wurde die Qualifikation jedoch verfehlt, Dortmund ist in keinem europäischen Wettbewerb mehr vertreten. In Zukunft müsse man sich an ein "Gehaltsvolumen von 30 bis höchstens 50 Millionen Euro" gewöhnen - derzeit gibt Dortmund mindestens 57 Millionen Euro für Spielergehälter aus.

"Sind kein Sanierungsfall"

Der seit 1989 in Dortmund tätige Meier sagte außerdem, dass er Borussia Dortmund nicht für einen "Sanierungsfall" halte. Er meinte aber auch: "Ich würde mich gar nicht gegen eine Sanierung stemmen. Es gibt viele Begriffe, die die Situation beschreiben. Sanierungsfall aber finde ich nicht angebracht. Dazu ist die Substanz des Unternehmens einfach zu groß."

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