Nach 100 Jahren Schalke 04 wird Rudi Assauers

Schalke 04 ist reif für die Bühne

27. Januar 2004, 16:48 Uhr

Nach 100 Jahren Schalke 04 wird Rudi Assauers "bekloppte Idee" in die Realität umgesetzt. Über die Königsblauen wird ein eigenes Musical, "nullvier - an Gott kommt keiner vorbei", inszeniert und ab dem 9. Mai aufgeführt.

Die Vereinskollegen von Rudi Assauer staunten anfangs nicht schlecht, als der Manager des Bundesligisten Schalke 04 von seiner abstrusen Idee erzählte. Aus der Idee ist ein Projekt geworden, das im deutschen Fußball einzigartig ist. Das 100-jährige Bestehen der Königsblauen wird mit einem eigenen Musical gefeiert. "Einige haben mich für bekloppt erklärt. Aber das war ja nicht das erste Mal", erinnert sich der Manager der Schalker.

Weltweit einzigartig

"Mir ist nicht bekannt, dass es weltweit einen Verein gibt, über den ein Musical geschrieben wurde. Darauf ist noch keiner gekommen. Deshalb sind wir stolz, dass wir die ersten sind", sagt Assauer. Dass der Klub in seinem Jubiläumsjahr für dieses kulturelle Highlight tief in die Tasche greifen muss, nimmt der bekennende Schlager-Fan in Kauf: "Es geht dabei nicht um wirtschaftlichen Erfolg."

Die Skepsis seiner Vorstandskollegen ist mittlerweile gewichen. "Wir sind gespannt, was dabei herausgekommen ist", sagt Präsident Gerd Rehberg. Bis zum 9. Mai müssen Assauer und Co. allerdings noch warten, denn dann wird das königsblaue Musical "nullvier - an Gott kommt keiner vorbei" im renommierten Gelsenkirchener Musiktheater im Revier (MiR) uraufgeführt.

100 Künstler für Schalke 04

Die Produktion, an der insgesamt 100 Künstler beteiligt sind, will nicht die komplette Vereinsgeschichte des siebenmaligen deutschen Meisters mit allen Höhen und Tiefen aufbereiten. "Wir erzählen eine fiktive Geschichte, die eng mit Gelsenkirchen, Schalke, dem Fußball und dem Klub verbunden ist", sagt Generalintendant Peter Theiler.

Kurz haben Assauer und seine Kollegen auch darüber nachgedacht, das ehrgeizige Projekt in ihrer sportlichen Heimat, der Arena AufSchalke, aufzuführen - vor 50.000 Zuschauern. "Das hätte die unsere Möglichkeiten aber überstiegen", sagt Theater-Geschäftsführer Neubauer.

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