Sunday Oliseh ist nicht unbedingt ein Fan vom Matthias Sammer und war deshalb froh, dass er im letzten Januar beim VfL Bochum unterschlüpfen konnte. Flavio Conceicao allerdings ist für den BVB nach Saisonende nicht finanzierbar. Kommt Oliseh also zurück ins Westfalenstadion ?

BVB: Rückkehr von Oliseh logisch!

rk
23. Januar 2004, 11:31 Uhr

Sunday Oliseh ist nicht unbedingt ein Fan vom Matthias Sammer und war deshalb froh, dass er im letzten Januar beim VfL Bochum unterschlüpfen konnte. Flavio Conceicao allerdings ist für den BVB nach Saisonende nicht finanzierbar. Kommt Oliseh also zurück ins Westfalenstadion ?

Rolle rückwärts im Sommer? Sunday Oliseh ist nicht unbedingt ein Fan vom Matthias Sammer und war deshalb froh, dass er im letzten Januar beim VfL Bochum unterschlüpfen konnte. Dort entwickelte er sich wieder zum Stammspieler und fühlt sich pudelwohl. Die Dortmunder hingegen mussten nach dem Ausfall von Torsten Frings und weiteren Verletzten auf der Position im defensiven Mittelfeld zu Beginn der Saison nachbessern, sicherten sich nach hartem Ringen die Dienste von Flavio Conceicao. Duplizität der Ereignisse: Beide Spieler sind jeweils nur ausgeliehen und diese Verträge enden im Juni.

Den Brasilianer, der dann wieder nach Madrid zurückehren muss, können sich die Borussen dann mit Sicherheit nicht mehr leisten, denn die im Raum stehende Ablösesumme von zehn Millionen Euro werden die Schwarz-Gelben nicht auf den Tisch blättern. Hinzu kommt das nicht gerade spärliche Salär des 29-Jährigen, der außerdem aufgrund von Verletzungen in Dortmund nie so richtig Fuß fassen konnte, selbst wenn plötzlich trotz seiner Achillessehnenprobleme die Rede davon ist, dass er gegen Schalke doch zum Einsatz kommen könnte. Noch vor Wochenfrist war die Hoffnung darauf gleich Null.

Da bietet sich förmlich die Rückkehr von Sunday Oliseh an, selbst wenn der sich vehement gegen ein Comeback in Schwarz und Gelb sträubt (wir berichteten). Beim BVB sieht man das allerdings anders. Michael Meier: "Aus sportlicher Sicht ist er immer zu gebrauchen." Es wäre eine vermeintliche "Billiglösung", da der Nigerianer den überwiegenden Teil seines Gehaltes auch im Trikot der Blau-Weißen immer noch aus der Nachbarstadt überwiesen bekommt.

Eine Fortsetzung des Ausleihgeschäftes ist in der jetzigen Situation vollkommen auszuschließen. So müsste der VfL zumindest für das volle Einkommen des 29-Jährigen gerade stehen, eventuell sogar noch eine Ablösesumme drauflegen. Eine Weiterverpflichtung des einstigen Turiners in Bochum dürfte also nur gelingen, wenn der Spieler selbst auf einen Teil seines Gehaltes freiwillig verzichtet, denn es ist kaum anzunehmen, dass der Reviernachbar den eigenen Gehaltsrahmen für Oliseh sprengen wird. Da werden heiße Vertragspokerrunden auf alle Beteiligten zukommen.

Autor: rk

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