Klub-Boss Martin Kind und Trainer Ralf Rangnick haben sich auf eine Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit geeinigt. Zuletzt hatte der Streit um einen früheren Vertrags-Ausstieg Rangnicks für Unruhe bei Hannover 96 gesorgt.

Hannover beendet Rummel um Rangnick

21. Januar 2004, 12:46 Uhr

Klub-Boss Martin Kind und Trainer Ralf Rangnick haben sich auf eine Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit geeinigt. Zuletzt hatte der Streit um einen früheren Vertrags-Ausstieg Rangnicks für Unruhe bei Hannover 96 gesorgt.

Ruhe soll wieder einkehren beim Bundesligisten Hannover 96. Klubboss Martin Kind und Trainer Ralf Rangnick haben nun ein Zeichen gesetzt und raufen sich zusammen - beide einigten sich auf die Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit. Nachdem es zuletzt öffentliche Auseinandersetzungen über das Vertragswerk des Übungsleiters gegeben hatte, wurden sämtliche Ausstiegsklauseln aus dem bis zum 30. Juni 2005 laufenden Kontrakt gestrichen.

Klub-Chef Kind kann planen

"Jetzt haben wir Planungssicherheit", sagte Kind am Mittwoch, und Rangnick fügte hinzu: "Es hat zwar immer wieder Zoff gegeben, aber wenn man sich danach unterhalten kann, ist es in Ordnung. Diese Klärung war notwendig." Ursprünglich war in dem Vertrag eine beiderseitige Ausstiegsklausel für die kommende Saison vereinbart, die bis zum 31. März hätte gezogen werden müssen.

Der Streit von Side

Rangnick wollte die Kündigungsfrist bis zum Ende der aktuellen Spielzeit verlängern und gleichzeitig auf ein Vertragsjahr verzichten. Kind hatte dies jedoch abgelehnt. Zudem war der Coach in der vergangenen Woche im Trainingslager im türkischen Side mit Sportdirektor Ricardo Moar aneinandergeraten. Die beiden hatten sich wegen vermeintlicher Fehleinkäufe und geplatzter Transfers gegenseitig die Schuld gegeben, sich inzwischen jedoch wieder angenähert.

Rangnick ist seit dem 1. Juli 2001 Trainer der Niedersachsen, hatte den Klub 2002 in die Bundesliga geführt und im vergangenen Jahr im Oberhaus gehalten. Zuletzt waren dem 45-Jährigen immer wieder Kontakte zu Hertha BSC Berlin nachgesagt worden, wo Hans Meyer nur auf Interimsbasis bis zum Ende der laufenden Saison tätig ist. Rangnick und Hertha-Manager Dieter Hoeneß wiesen Spekulationen über eventuelle Kontakte jedoch zurück.

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