Der finanziell angeschlagene Bundesligist Borussia Dortmund gerät mit der Errichtung eines Trainingszentrums unter Druck. DFB und DFL hatten den Bau einer solchen Anlage bis spätestens 2002 gefordert.

Trainingszentrum bereitet BVB neue Sorgen

21. Januar 2004, 09:40 Uhr

Der finanziell angeschlagene Bundesligist Borussia Dortmund gerät mit der Errichtung eines Trainingszentrums unter Druck. DFB und DFL hatten den Bau einer solchen Anlage bis spätestens 2002 gefordert.

Neue Sorgenfalten bei Borussia Dortmund: Der finanziell angeschlagene Bundesligist ist mit dem Bau eines Trainingszentrums unter Druck geraten. Die Westfalen sind bisher der Vorgabe des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Deutschen Fußball-Liga (DFL), wonach Erstligisten bis spätestens 2002 ein Trainingsgelände mit drei Rasenplätzen nachweisen müssen, nicht gefolgt. Die Borussen wollen jedoch nach Informationen der Dortmunder Ruhr Nachrichten noch in der ersten Jahreshälfte mit der Errichtung des Zentrums für 10 bis 12 Millionen Euro beginnen.

Kaufvertrag inzwischen unterschriftsreif

Dass erst verspätet mit dem Bau auf einem alten Kasernengelände im Stadtteil Brackel begonnen wird, liege nicht in der Verantwortung der Borussen, erklärte Präsident Gerd Niebaum. Die Entmunitionierung des Geländes habe für die Verzögerungen gesorgt. Insider vermuten jedoch, die momentane Finanznot sei dafür verantwortlich. Inzwischen ist die Reinigung des Geländes abgeschlossen, der Kaufvertrag für das Grundstück mit dem Bundesvermögensamt seit langem unterschriftsreif. BVB-Manager Michael Meier kündigt den Abschluss für die nächsten Wochen an.

Ersparen kann sich der BVB die Investition langfristig auf keinen Fall. Im schlimmsten Fall droht sogar der Entzug der Lizenz, auch wenn es zuletzt immer wieder Sondergenehmigungen gab. Über die Einhaltung der "Richtlinien für die Unterrichtung und Unterhaltung von Leistungszentren der Teilnehmer der Lizenzligen" wacht eine gemeinsame Kommission von DFL und DFB.

Bisher keine Strafgebühren

Obwohl die Frist für die Auflage vom BVB lange überschritten ist, mussten aber nach DFB-Angaben bislang keine Strafgebühren gezahlt werden. Man habe sich mit der Vorlage des Bauantrags als Nachweis für die Bemühungen zufrieden gegeben, erklärte BVB-Manager Michael Meier.

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