Miroslav Stevic ist jetzt schon im elften Jahr Fußball.-Profi. Und wie es aussieht, wird sichj sein Vertrag beim VfL Bochum, der bis zum 30.6. läuft, um ein weiteres Jahr verlängern.

BOCHUM: "Stehen an einer Kreuzung den Weg bestimmen nur wir"

gp
16. Januar 2004, 10:47 Uhr

Miroslav Stevic ist jetzt schon im elften Jahr Fußball.-Profi. Und wie es aussieht, wird sichj sein Vertrag beim VfL Bochum, der bis zum 30.6. läuft, um ein weiteres Jahr verlängern.

Miroslav Stevic ist jetzt schon im elften Jahr Fußball.-Profi. Und wie es aussieht, wird sichj sein Vertrag beim VfL Bochum, der bis zum 30.6. läuft, um ein weiteres Jahr verlängern. Zwar hat der defensive Mittelfeldspieler nicht die Hälfte (7) seiner zur Verlängerung benötigten Einsätze bisher hinter sich gebracht. Dennoch sind sich alle sicher, dass der zuverlässige Routinier auf diese Einsätze noch kommt und er auch im nächsten Jahr den vfL verstärkt. Peter Neururer: "Wie er sich hier in der Türkei präsentiert, das ist prima. Ich gehe davon aus, dass er bleibt." Und Miroslav Stevic sieht das alles relaxt: "In den wenigen monaten, in denen ich in Bochum bin, habe ich Vertrauen zuzm Vorstand gewonnen. Und ich bin sicher, wir werden so oder so eine Lösung finden. Ich möchte nicht Geld bekommen, wenn ich es mir auf dem Platz nicht erarbeiten kann."

Der Wechsel des Defensivspielers war mehr aus demn Zufall geboren und wohl für beide Seiten ein Glücksfall. Stevic: "Nach meinen Abnetueer Fenerbahce Istanbul, wollte ich mich bei Peter Neururer eigentlich nur fit halten. Abe rnach nur wenigen Stunden habe ich gemerkt, hier könnte mir das Fußballspielen nochmal Spaß machen." Dabei hatte Stevic durchaus andere lukrative Angebote, aber er verrät: "Eigentlich waren es Kleinigkeiten, die mich beeindruckt haben." Der lockere Umgang der Mannschft mit ihm, die Herzlichkeit von Zeugwart Andy Pahl oder Frau Ternow, die ohne Probleme Karten für das nächste VfL-Heimspiel besorgte. Auch wenn die Einsatzzeit von Miroslav Stevic in der Hinrunde nur sporadisch war, seine Unterschrift hat e rnie bereut. "Fußball ist ein Mannschaftssport und der Erfolg ist dann gefährdet, wenn der Einzelne seine Unzufriedenheit nach außen trägt." Doch das ist nicht das Ding von Miroslav Stevic. Stattdessen versucht er, seine Routine weiter zu vermitteln. Und weil er sich als zu selbstkritisch einstuft, hat er auch in der jetzigen Phase der Saison ein paar ernstgemeinte Ratschläge für seine Teamkollegen parat. "Wir solltemn jetzt schön am Boden bleiben. Denn Nachlässigkeiten werden in jedem Beruf bestraft. Wenn wir nicht alles abrufen, dann passiert so etwa wie am Montag gegen Alemannia Aachen." Sevic sieht seinen Klub vor dem Beginn der Rückrunde an einer großen Kreuzung: "Wir alleine bestimmten den Weg, den wir in der Rückrunde beschreiten."

Was ih sichtlich überrascht hat ist die Tatsache, wie locker es beim VfL in der Hinrunde zuging. Stevic: "Ich finde es zum Beispiel ganz toll, dass wir vor am Abend vor den Heimspielen nicht in ein Trainingslager gehen. Das ar am Anfang völlig ungewohnt, denn ich saß am Freitag mit menen Kindern beim Abendessen und konnte mir dahiem die Zwiete Liga anschauen. Da hast du dich nicht schon frühzeitig verrückt gemacht. So etwas habe ich bisher nur mal bei Werner Lorant erlebt."
Mit seinem Abenteuer Istanbul wird Miroslav Stevic in den Tagen von belek natürlich öfter konfrontiert. Türkische Journalisten wollen wissen, wie es in seinem Rechtsstreit mit Fenrbahce steht. Immerhin hat Stevic mittlerweile die FIFA eingeschaltet, um ausstehende Gehaltszahlungen in Höhe von 720.000 US-Dollar einzuklagen. Die Chancen, an sein ged zu kome, stehen nicht schlecht. Denn gerade hat die FIFA in einem ähocuen Fall einem türkischen Klub untersagt, neue Spieler zu verpflichten, bis man die Schulden beglichen hat. Wie lange Miroslav Stevic noch spielt, ist unklar. Nochmals zu einem Zweitligisten zu wechseln, erscheint ihm unwahrscheinlich. Stevic: "So lange ich mich noch auf jeder Fahrt zum Training auf das Kreisspiel freue und gesund bleibe, so lange spiele ich weiter." Was der 34-Jährige danach macht, ist noch unklar: "Manchmal stößt mich das Drumherum um den Fußball richtig ab. Aber dann weiß ich auch wieder, dass es für mich eigentlich nichts anderes geben kann. Wichtig ist, dass man merkt, wenn man Schluss machen muss." Und was nervt den Routinier in diesen Tagen? "Wenn ein erfolgreicher Chirurg, der 200 Herzoperationen absolviert hat, in den Medien mit keiner Zeile erwähnt wird, aber ein Kügelböck in der Rangliste der prominentesten Deutschen vor Beethoven rangiert."

Autor: gp

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